Januar 1529.
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zuogon lassen, ce wellen wir Mandern zuo krut zerhacken und zerzeren wie hasenbälg." 7. „Andli" (Anna) Kappeler:„Jr finden, ob gott wil, kain schelmen oder böswicht da." Wehrli: „Wann sp redte, daß es nit also unir, solüge sp als ain usgehytnc huor." Sie: „Hast dn mich dann zuo einer hnoren gemacht." Wehrli: „Ich main gradden (den Helfer zeigend), dwpl er vor ains und setz ain anders prediget hat." 8. S. v. Landenberg versichert aber-mals Ruhe w. Unterdessen zuckt H. v. Landenberg mit seinem Dolch ans den Helfer, daß er schreiend unter denTisch sinkt... 9. Zeuge, sich in die Mitte werfend: „Da Hand ir mir hüpschlich gehalten, das ir mir zuogesagthaben." Schmutz: „Wenn hat er guuog Jesus geschruwcn;" sein „Räpicl" (Rapier? Rebmesser?) in die Handfassend. Zeuge mahnt ab. A. Kappelcr tritt jammernd hervor. Wehrli: „Wöltest du im helfen?" „Und wie essich bückte, huob er im sin haß uf, da luff es gegen der stuben abhin und wicdcrumb ufhin." Kellers Frau:„Fluch Andli, flüch, er wil dich erst (noch) schlachen". . . Sie flieht. 19. Indessen steht der Helfer aus und „pfnlzt"auch hinaus. H. v. Laudenberg ihm nach, „der bösmicht wirt erst ain gcschrai an der gasten frieren;" nach desHelfers Verscheiden: „Gotts lyden, ich Hab ze hoch gestochen, ich wollt in nun durch die nasen gestochen haben."11. Wehrli zu dem Zeugen, ihn am Göller packend, über das Antlitz mit der andern Hand streichend: „Siehst,dir und dins glichen wellen wir der tagen ainest ouch also tuon." — (Folgt Empfehlung des Landschreibcrs vonFrauenfcld zur Bezahlung des Lohns für die Arbeit im Jttiugerhandcl.)
St. N. Zürich: A. Thurgau. St. A. Bern: Absch. kl!. 439—492.
Zur formalen Ueberleitung dient sodann folgender Act:
2) 1529, (Anfang Januar), Zürich. (Instruction für Hans Edlibach, als Boten nach Frauenfeld.)
1. Nachdem die von Frauenfeld letzter Tage durch eine Botschaft angezeigt, daß sie mit der Mehrheit beschlossenhaben, das Gotteswort predigen zu lassen, vernimmt man, daß Ihre Boten die hier empfangene Antwort nichtvor die Gemeinde bringen dürfen; da man nun die Unterthauen bei dem gefällten Mehr getreulich schirmen will,so soll der Bote an Schultheiß und Räthc das Begehren stellen, daß nochmals die Gemeinde besammclt werde,vor der ihre Gesandten Bericht erstatten, und er selbst das Nöthige eröffnen sollte. Der Gemeinde soll er dannfreundlich zusprechen und ihr (nochmals) Schutz und Schirm für ihr Mehr um das Gotteswort verheißen.
2. Dn der Landvogt geredet hat, „es wcrd in sechs tagen ein anders, und werd man (dann) wol innen,was si, (die) von Frowenfcld, gethan habint," so soll er ernstlich gefragt werden, was solche schwereAeußerungen zu bedeuten hätten. 3. Betreffend den schändlichen Handel, den der Landammann Martin Wehrli,Hug von Landenberg und Andere verübt haben, ist denen von Frauenfcld zu sagen, man werde sich mit Berndarüber berathcn und beförderlich melden, wie man denselben bestraft (wissen wolle).
St. A. Zürich: Jnstruct. I. 204, 223.
Z» v. Nähere Aufschlüsse fehlen. Vgl. aber Nr. 3, cl. — Für die Botschaft von Born wissen wir keineNamen anzugeben.
3.
Bilden. 1529, 4. Januar f. (Montag vor der heil, drei Königen Tag f.).
Staatsarchiv Aiirich: Abschiede Bd. io, k. 79. Staatsarchiv Bern: Ali^m. eidgen. Abschiede Ii Ii. i. Kantonöarchiv ^reiliurg: Abschiede Bd. 12..^ailtonsarchiv Svlvtliurn: Abschiede Bd. 15. .skatttvttöarchiv Schasshattscu: Abschiede, äkantvttsarchiv Basel: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Dicthelm Röist, Burgermeister; M. Rudolf Thnmisen; Hans Balthasar Keller, desRaths. Bern. Caspar von Mülinen, Ritter; Bernhard Tillmann, Scckelmcister; Konrad Willading, Benner;Benedict Schütz, Vogt zu Lenzbnrg; (Lienhard Hübschi); (Niklaus Manuel).*) Lucern. Hans Golder, Schultheiß.
*) Das Benier Jnstructionenbnch (^. 1. 245) gibt sechs.Namen, und zwar in anderer Reihenfolge.