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Januar 1529.
Uri. Jacob Troger, Ammann. Schwyz. Martin Zbächi, alt-Ammann. Unterwalden. Niklaus Halter,nlt-Ammann; Heinrich zum Brunnen, von Obwalden; Anton Adacher, von Nidwalden. Zug. Konrad Bach-mann; Konrad Nnßbaumer, von Aegeri. Glarus. —. Basel. —.*) Frei bürg. Nudols Löwenstein;Spitalmcister (Peter Tossis?). Solothurn. Urs Stark, Seckelmeister; Niklaus von Wenge. Schaff Hausen.Hans Peycr, Burgernieistcr. Appenzell. Ammann Eisenhut; alt-Landschreiber. III Bünde. (Hansvon Capol, Landrichter, Oberer Bund; HanS Brun, Burgermeister, Gotteshaus-Bund; Hans Hast von Fideris,Zehngerichten-Bund.) — E. A. A. 1c>I. 27n. (Die eingeklammerten Namen aus andern Quellen.)
Da dieser Tag angesetzt worden ist wegen des Spans zwischen den Eidgenossen von Bern und denenvon Unterwalden, so haben letztere ihre Antwort auf die kürzlich gegen sie erhobene Klage (1528, 14. December)in einer langen Schrift dargelegt, welche die Boten von Bern zu näherer Prüfung zu erhalten begehrt haben,was ihnen auch bewilligt worden ist; darauf haben sie jedoch erklärt, zu weitern Verhandlungen keine Voll-macht zu besitzen, sondern zuerst ihre Obern berichten und deren Entschluß gewärtigen zu wollen. Als dannSchaffhausen, Appenzell und die III Bünde sich der Sache angenommen, haben sie so viel erreicht, daß einanderer Tag gehalten werden soll, mit der bestimmten Abrede, daß die Parteien mittlerweile nichts Unfreund-liches und Thätliches unternehmen dürfen. Was sonst in dieser Angelegenheit gehandelt worden ist, weiß jederBote. k». Ein armer Geselle von Schneisingen, in der Grafschaft Baden, hat vor den Boten geklagt, daß erin den letzten Tagen schädlich verbrannt sei und weder Kühe noch Rosse habe retten können; er bittet umGottes willen, ihm einige Handreichung zu thun, damit er wieder zu bauen vermöchte. Heimzubringen und aufnächstem Tage in Baden zu antworten, was man ihm „mittheilen" wolle. «. Heinrich Rahn von Zürich bittetum eine Empfehlung wegen der Ansprache, die sein verstorbener Bruder Rudolf an den König von Frankreichgehabt. Auf dem nächsten Tag soll man antworten, ob nian ihm entsprechen will oder nicht. «R. Jeder Botekennt das Schreiben des Vogtes aus dem Thurgau, wie auch die Beschwerden des Decans von Kreuzlingenund des Abtes in der Reichenau, daß die von Constanz etliche Prädicantcn nach Ermatingen geschickt haben,welche die neue Lehre Zwingli's predigen, weßhalb die Genannten um Rath und Hülfe ansuchen. Dem Vogtwird geschrieben, daß er sein Bestes darin thun möge; im klebrigen soll dies treulich heimgebracht werden,v. Betreffend die Büchlein und Schmähungen, die gegenwärtig in der Eidgenossenschaft für und wider aus-gehen, haben Schaffhausen, Appenzell und die III Bünde den sieben Orten mitgetheilt, daß Zürich und Bernsich über diese gedruckten Büchlein sehr beklagen und erklären, dergleichen nicht mehr dulden zu können. Eswird ihnen erwidert, daß die Obern solchem (Unwesen) zu gutem Thcil abgeholfen haben, und wenn Zürichund Bern dasselbe thun, so sei kein Zweifel, daß die sieben Orte mit ihren Maßregeln fortfahren werden.Darauf haben sie (Zürich und Bern?) geantwortet, sie wollen dies an ihre Herren und Obern bringen in derHoffnung, sie werden ihrerseits das Mögliche thun. t. lieber die Geltung der Mehrheitsbeschlüsse für diegemeinen Herrschaften haben die zwei Orte und die III Bünde von Zürich und Bern, die nicht bei Unterwaldensitzen wollen, Antwort eingefordert und den sieben Orten eröffnet, es seien dieselben entschlossen, bei dem Mehr,das in den Kirchhören der Vogteien für die Annahme des neuen Glaubens erfolge, zu bleiben und Niemanddavon drängen zu lassen; wenn aber in einer Gemeinde das Mehr für die Erhaltung des alten Glaubensausfalle, so sollen die Anhänger des neuen dennoch nicht genöthigt werden. Sie wollen aber diesmal keine
Das Basler Exemplar trägt auf der Rückseite die Notiz von Hch. Ryhiner: „Ist dhein bott da oben gsin."