t.
Brunnen. 1529, Anfang Januars (?).
Sliwtsarchiv Lnccr»! Acic» Abtci St. Malle».
Tag der V Orte. — (Der Abschied fehlt.)
Daß ungefähr in diesem Zeitpunct ein Tag stattgefunden, läßt sich nur durch folgenden Act constatiren, deraber wenigstens von einem Geschäfte etwelche Kenntniß gibt.
1529, 12. Januar (Dienstag vor Hilarii). Lnccrn an den Abt von St. Gallen. Man habe ihm schonöfter, auch ab Tagleistungen und namentlich letzthin („jetz zuoletst") ab dem Tag der V Orte in Brunnengeschrieben und ihn ersucht, den Hans Schindelt seine Pfründe vertauschen zu lassen ec. Dennoch sei das bisherfruchtlos gewesen, und obwohl die Boten der V Orte auf den nächsten Tag in Baden Antwort begehrt haben,warum der Abt so sehr zögere, dem armen „Herren" Hülfe zu gewähren, so sei ihnen doch noch kein Bescheidgeworden, was man nicht wenig befremdlich finde; man könne das auch fast nicht anders deuten, als daß esaus Verachtung und ans keinem guten Willen fließe, da er jene Schreiben und Bitten nicht einmal einer Antwortwürdige; doch lasse man jetzt das dahingestellt sein. Da nun der arme Priester Hülflos umherlaufe und angebe,daß ihm der Abt die Vertauschung der Pfründe bewilligt habe, wofür er sich auf Ludwig von Helmstorf undden alten Hauptmann Fridli Mathys berufe; da er auf jene Zusage hin seine Pfründe vertauscht habe, der Abtjetzt aber einwende, der Andere sei lutherisch, während er demselben doch früher eine Pfründe gegeben, so sei„schier zuo grifcn", daß der Abt den armen Priester chieanire („mit gfar und ufzügen uftribe"), und möchte mauglauben, es müsse derselbe entgelten, daß er bisher dem alten wahren Glauben augehangen. Da nun Schwyzdringend begehre, daß man in beider Orte Namen schreibe, so stelle mau nochmals die ernstliche Bitte, dengenannten Priester nicht weiter umzutreiben, ?c. ?c. Bitte um schriftliche Autwort.
2.
Irailenseld; ThuriM. 1529, 3. Januar f.
DIaatsarchw Zürich.
Botschaften bon Zürich und Bern handeln (unter Anderm) in folgenden Geschäften:tt. 1529, 3. Januar (Sonntag nach Circnmeisionis), Franenfeld. Auf die Antwort, welche die Botenvon Schultheiß, Rath und Dreißigen auf ihren Vortrag in Zürich wegen Melchior Egli's, des Helfers und des
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