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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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verschriebenen Pflichten, mich jetzt einen eigenen Weg, indem es seine Kriegshülfe auf denSchutz des Kirchenstaates beschränkt. Für die Eidgenossen hatte der Ausgang dieses Feld-znges wichtige Folgen; Mailand ging an Franz Sforza über, der die von den Vorfahrengepflogene Freundschaft zu erneuern strebte, aber Jahre lang in feindlicher Stellung verharrenmußte, weil die Mehrheit der Orte, durch das Verhältnis; zu Frankreich gebunden, an dessenwiederholten Erobernngszügen theilnahm. Erst die Schlacht bei Pavia, die für einige Zeitdie französischen Waffen unschädlich machte, erleichterte die Herstellung des normalen Ver-kehrs; indessen fanden Bnndesanträge bei den Eidgenossen noch kein Gehör. Vorübergehendließen auch Oesterreich, der Kaiser, England, Florenz und Venedig als Gegner oder Ver-bündete Frankreichs sich in Verhandlungen mit den Schweizern ein, doch ohne namhaftenErfolg. Nachdem der römische Stuhl sich mit dem französischen Hofe vertragen und die h. Ligavon Cognae begründet hatte, lieferten die Eidgenossen für den folgenden Krieg in Italienwieder beträchtliche Contingente von Söldnern; daneben gönnten sie dem befreundeten Königimmer weitere Fristen für die Rückzahlung von Darlehen und die Entrichtung rückständigerFährgelder und Sölde, hatten übrigens vielfachen Anlaß, die Rechte von Gemeinden undPersonen ernstlich und beharrlich zn wahren. Der Friede von Cambrai gewährte auch ihneneinige Ruhe; zeitweise schien, nicht ohne Gefahr für die Nenglänbigen, die Eisersucht zwischenFrankreich und Habsbnrg ausgelöscht; doch gab sie sich bald wieder kund bei den Hülfs-gesnchen gegen die Türken (1532).

Die enge Gemeinschaft mit Frankreich brachte die Eidgenossen für längere Zeit in eingespanntes Verhältnis; zu dem Kaiser und zu Oesterreich. Nur entschieden reichsfrenndlicheOrte, unter andern Zürich, wagten auf dem Wormser Reichstag von l521 nm Erneuerungihrer Freibriefe zu werben. Die Stenermandate und Aufgebote an jüngere Orte und ein-zelne geistliche Stifte wurden zwar behutsam behandelt, doch zumeist entschieden abgelehnt.Indessen fuhr man fort, in Bundesverträge» die Hoheit des Reiches vorzubehalten; nurwurden die allgemeinen Interessen des Reichsverbandes und die besondern der Häupter fürden Conflietsall bestimmt unterschieden. In den letzten Jahren tritt auf dieser Seite eineSpaltung hervor; während altgläubige Stände den Kaiser und andere Reichsbehörden alsGönner, Beschirmer oder Verbündete ehren, verfolgen die Führer der nenglänbigcn Orte dieThätigkeit der Reichsgewalten mit bitterem, in der That nicht ganz grundlosem Argwohnund blicken nach schützenden Verbindungen ans.

Als Verfechter von Interessen, denen die Eidgenossen beinahe völlig entfremdet waren,regte die Politik Oesterreichs das diesseits kaum entschlummerte Mißtrauen in unseremZeitraum noch öfter ans. Dem Bande derErbeinnng" stand die vielfach angerufene Er-innerung an die alte Erbfeindschast gegenüber, die sich an kleinlichen Reibungen mit einzelnen