35.verfolget — haben? O! ihr Loos wird ganz entsetz-lich seyn. Sie werden Pein leiden das ewige Ver-derben von dem Angesichte des Herrn, und von sei-ner herrlichen Macht. Es ist recht bey Gotte Trub-sal zu vergelten denen, die seinem Volke Trübsal an-legen.Prüfe sich darum ein jeder, wie er bestehen wer-de am Tage der herrlichen Erſcheinung Jeſu Chriſtides Herrn. Frage dich, lieber Mensch, wie treuist du in dem, das dir gegeben ist? O es ist ein gro-es Ding um einen treuen und klugen Haushalter!Bist du ein solcher? Wie viel hast du schon mit dei-nem Talente gewonnen? Wie viel Nutzen gestiftet?Wie gehst du um mit deiner Zeit? Hast du viel Lan-geweile? Wie nutzest du die Gelegenheit, die du hast,etwas nützliches, Gottes Wort zu lernen? Wie ge-brauchest du deine Fähigkeiten, dein Gedächtnis, dei-nen Witz, deinen Verstand, deine Vernunft?Wie deine Seele? Wie deinen Leib und dessen Glieer? Begibst du sie Gotte zum Dienste der Gerechtig-keit, daß sie heilig seyn? Misbrauchest du keines dei-ner Glieder; weder deine Augen, noch deine Ohren,noch deine Hände, noch deine Füße, noch irgend einanderes? Fragest du allezeit nach dem Entzwecke,oder erinnerest du dich allezeit daran, wann du es ge-brauchest, wozu es dir von Gotte gegeben sey? Wiegebrauchest du deinen Reichthum, dein irdisches Ver-nögen? Wie deine Ehrenstelle, dein Amt, deine Be-dienung, deine Kunſt, die du verſtehſt? Biſt du auchtwa der Fleischeslust, der Augenlust, dem hoffärtigenLeben ergeben? Wie hast du die Stimme Gottes, dieStimme deines Gewissens angehöret? Wie den Rufer Gnade beantwortet? Wann einige Bekümmernisund Sorge über dein ewiges Heil bey dir erwachete:C 2wie
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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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