15auch das Wort, das nun der geringste unterdeinen Knechten verkündigen soll. Schenke ihmFreudigkeit im Aufthun seines Mundes. Niewerde er beschämet, wenn er deine Sache treibt.Lenke aber auch beständig seine Worte so, daßsie stets gemäß und ähnlich bleiben den Deinen.O! mag er nur treu vor dir erfunden werden:so kan es ihm ein geringes seyn, wenn er von Men-schen voreilig gerichtet werden solte. Wenn ernur vor dir Freudigkeit haben mag, vornehmlichan jenem grosen Tage: so genüget ihm. Dazumache du ihn würdig. Laß die Zuhörer aufmerk-am und fleisig hören, das gehörte erwägen, be-halten in einem feinen guten Herzen, und Früch-te bringen in Geduld. Keiner vergrabe sein Pfund,und vernachläßige es treulos! Ein jeder beden-ke heute, was zu seinem Frieden dienet! Nun,o Herr, hilf! O Herr, laß alles wol gelingen.Hilf deinem Volke, und segne dein Erbe: undweide sie, und erhöhe sie ewiglich. Amen.1.Text.
Druckschrift
Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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