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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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10als das Amt, das er verwaltet, welches die Versöh-nung prediget. Wer sich demselben widersetzet, empö-ret ſich wider Chriſtum.Laßet uns das, was Paulus von den ersten Botendes Evangelii behauptete; und was wir von allen recht-schaffenen Lehrern in ihrer Maße sagen, auch mit dernöthigen Beschränkung auf die Zuhörer deuten. Auchfür sie werden wir aus dieser apostolischen Warheit ei-ne nützliche Lehre leiten können. Hörer des WortesGottes, der Predigt des Evangelii, wenn sie das wirk-lich sind, was sie seyn wollen, und sollen, wahre Chri-sten, müßen Diener Christi seyn; nicht sich, nichtder Welt müßen sie dienen, sondern dem Herrn, dersie erkauft hat; ihm müßen sie huldigen, ihm schwe-ren, und es auch halten; ihm sich ganz mit Leibe undSeele ergeben, und ihn mit beiden preisen, weil sie bei-de Gottes sind. Haushalter müßen sie seyn, obgleichnicht über Gottes Geheimnisse; denn nicht alle sindwir zu Lehrern berufen: aber alle, die unter dem Evan-gelio leben, werden zu Christen gerufen; Haushaltermüßen sie seyn über das, was ihnen befolen und anver-trauet ist. Die Treue wird darum von ihnen gefor-dert. Befleisigen sie sich der Treue: so muß man siedafür halten, was sie sind; und wenn auch sonst nochmanches an ihnen auszusetzen wäre. Das Gegentheil,die Verachtung würde eine schwere Versündigung seyn;wovor ein jeder ernstlichst gewarnet wird.Kömt es nun so überall und bey allen, meine Lie-ben, bey Lehrern und Zuhörern auf die Treue an: sosoll sich billig ein jeder unter uns dieselbe empfolen seynlaßen. Nach unserer Treue werden wir einmal gerich-tet werden.Diese Betrachtung solten wir in dieser Stunde an-stellen, meine Wertheste, uns mit einander, und ei-nen