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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
Entstehung
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.Meister zu arbeiten, sein Reich zu gründen und aus-zubreiten; ihm Unterthanen zuzuführen, und seinenNamen zu tragen in alle Welt.Nicht nur zu seinen Dienern, sondern auch zuHaushaltern über Gottes Geheimnisse hatte sie derHerr erkoren. Die Geheimnisse Gottes waren ih-nen von ihm anvertrauet worden. Das Geheimnisdes Herrn war unter ihnen, als die ihn fürchteten,und seinen Bund lies er sie wissen. Die hohen undtheuren Warheiten des Evangelii, die von der Welther verschwiegen gewesen, waren ihnen offenbaret,damit nach seiner Vorschrift umzugehen, sie nach sei-nem Willen vorzustellen und auszutheilen, einem jedensein bescheidenes Theil zu geben.Ihre Pflicht war demnach die Treue. Mansuchet nicht mehr an den Haushaltern, denn daßsie treu erfunden werden. Demjenigen wird wol,nach einem allgemeinen Geständnisse, Niemand dieTreue absprechen können, der in seinen Absichten undEndzwecken rein und lauter, in seinem Thun aufrich-tig und redlich, in seinem Dienste sorgfältig, achtsamund fleiſig, und in ſenem Umgange und ganzen Ver-halten uneigennützig und unparteyisch ist. Warendie Apostel also, und sie waren in Warheit also; wiewir aus der Geſchichte ihrer Handlungen und ihresLebens lernen; so muste sie jedermann dafür erkennenund achten, was sie wirklich waren. Das fordertPaulus mit allem Rechte. Dafür halte uns feder-mann.Zu Herren über den Glauben anderer warfen sie sichnicht auf. So hoch setzten sie sich nicht hinauf. Siemaßeten sich nichts an, was ihnen nicht zukam, wasihnen nicht gegeben war. Sie forderten keine Ehre,die ihnen nicht gebürete. Aber was sie hatten, wasih⸗