Burgundische Angelegenheiten. 283
hier gegebene Datirung richtig ist —, dass ausser den schon Genannten imJuni 1131 bei dem Könige in Strassburg waren: Bischof Bertold von Basel,Pfalzgraf Gottfried, die Grafen Siegfried von Boineburg, Florenz von Holland,Bertold „von Norme", Rudolf von Lenzburg mit zweien seiner Söhne, näm-lich Humprecht und Ulrich, von denen letzterer noch oft wieder begegnenwird, sodann Werner von Habsburg und sein Vetter Rudolf von Homberg,Werner von Baden, Graf Liupold von Laupen und sein Sohn Rudolf, Hugovon Buchegg, Kuno von Bechberg ; ferner Werner von Thun und zwei seinerBrüder, Heinrich von Hasenburg mit Söhnen und Brüdern, Burchard vonBelp (der so oft in Herzog Konrad's Nähe begegnet), Walter von Rodenburg,Ulrich von Rapperschwyl, Walfried von Sumiswald, Lütold von Regensberg,Imer von Gerenstein, Diethelm von Worb und zwei seiner Brüder, Wernervon Signau und sein Bruder und andere mehr. Also eine Versammlung, beider hervorragend das jetzt schweizerische Alamannien und Burgund vertretenwaren.
Ein Strassburger Bischof wird unter den Zeugen nicht genannt. Bruno'sStellung war gerade damals auf's Neue erschüttert worden; seine Gegnerbeklagten sich über Gewaltthätigkeiten und bemängelten auch die Art seinerEinsetzung durch Heinrich V, leider ohne uns hierin helleres Licht zu schaffen.Lotar seinerseits war nicht gesonnen ihn zu halten; auf einem Concil zuMainz, wohin er sich selber begab, ward über Bruno verhandelt, der noch,ehe es zu dem Spruch seiner Amtsbrüder kam, in die Hände des MainzerErzbischofs abdankte. Sein Nachfolger wurde danach Gebhard von Urach,der die den Staufern Widerstand leistende Politik Bruno's fortsetzte und sogarmit Herzog Friedrich bei Gugenheim zur offenen Feldschlacht kam 863 .
Die Stiftung eines Klosters in Burgund im Jahre 1131 lenkte Konrad'sAugenmerk aufs Neue dorthin. Graf Udelhard von Seedorf bestimmte seinGut Frienisberg (zwischen Aarberg und Bern) im Constanzer Bisthum undLande Burgund zur Gründung einer Cistercienserabtei, der er ausser demRecht zu Rodungen auch den See von Seedorf frei übergab. Die Datirungseiner Urkunde nahm auf Konrad als Regenten Burgunds Bezug; von denZeugen interessiren die auch bei den Zähringern öfter erscheinenden vonGrenchen, Jegenstorf, Delsberg und Lyss 863 .
Bis hierher hören wir nicht, dass Konrad selber seine Stellung in Burgundbefestigt oder auch nur die Regierung angetreten und die Huldigung empfangenhabe. Nun lässt sich jedoch aus Otto von Freising ersehen, dass Rainald Dil
892 Ueber Bruno vgl. Bernhardi 374 ff., über Gebhard die ausgehobenen QuellensätzePUB. I 56ff.
898 F. r. Bern. I 403 f. Die hinzugefügte Anmerkung legt den Wunsch nach einersachverständigen Prüfung und Bestimmung der Stiftungsurkunde (St.-A. Bern) nahe. —ducatum Burgundie nöbüüer regente duce Conhnrado.