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haft gemacht werden 561 , auf dieser Versammlung geschah, wissen wir un-mittelbar nicht. Wenn aber Bernold der Chronist die Erhebung Bertold's,ohne den Ort zu nennen, jedoch ungefähr auf dem ersten Viertel — ganzquantitativ betrachtet — seiner Mittheilungen zu 1092 und nach der zu Steinverhandelten Tuto-Angelegenheit berichtet, dabei den "Wahltag Bertold's aus-drücklich auf eine neue Versammlung verlegend, so wird man sicher be-haupten dürfen, Bertold wurde auf der erwähnten Frühlingszusammenkunft indem hergebrachten Hauptort der Landesversammlungen, zu Ulm, gewählt 552 .Gebhard von Constanz und sonstige geistliche Herren waren nicht anwesend;auch der Abt von Schaff hausen nicht, dessen Kloster die erwähnte Schenkungdes Werner bekam, denn statt seiner nahm sie der Graf Otto von Kirchberg— der nicht etwa der Vogt war — in Empfang. Auch sonst war es wohl keinesehr glänzende und ermuthigende Versammlung 553 , auf der Bertold die bis-her ererbten oder beanspruchten, aber inhaltsleeren Markgrafen- und Her-zogslitel mit dem eines gegen den Staufer erwählten Herzogs der Schwabenvertauschte. Weif — so scheint es durchaus — hatte es so gewollt und ge-macht ; die anderen bisherigen eigentlichen schwäbischen Kämpfer gegen dieKaiserparthei aber waren dem Wahltage ferne geblieben. Umsomehr suchtendie beiden Herzoge alsbald Anschluss an die Sachsen zu gewinnen und dortden Aufstand neu zu beleben; sie schlugen den sächsischen Grossen eine Zu-sammenkunft vor, die jedoch abgelehnt wurde, denn, wenn überhaupt inSachsen ein Entgegenkommen dafür war, so wurde es doch in diesem Jahredurch die neben weitverbreitetem grossen Sterben dort herrschende Hungers-noth 65 * völlig zurückgedrängt.
Inzwischen 555 war es Ulrich, der eppensteinische Patriarch von Aqui-
651 Die Urk. unterscheidet ganz gut: in presentia ducum Bertoldi senioris ctWdfonissenioris et aliorum maiorum, qui ibi eonvenerant ad quoddam cölloquium. Weif und Ber-told sind also die hervorragendsten Persönlichkeiten unter den überhaupt Anwesenden.Dann kehrt sie zu ihrer eigenen Angelegenheit zurück: cuius rei testes sunt und nennt nundie im Text aufgeführten Grafen und Herren, die also durchaus nicht die ganze Versamm-lung darstellen.
662 Bernold's Nachricht steht S. 454. Dazu kommen Ann. Aug. S. 134, (Ann Mar-bac. 157 nach Bernold).
653 Bernold's gewohntes unanimiter kommt hier, zumal gegen den gerade vorher vonihm selbst erzählten allgemeinen Abfall in Schwaben zu Heinrich nicht sehr in Betracht,besonders da er keine Namen zu nennen vermag. — Gebhard und sein Freund Adalbertvon Worms gingen in derselben ersten Maihälfte nach Passau, wo Ersterer den neuenBischof am 16. Mai einführte. Nehmen wir nun an, sie seien trotz der Nichtnennung inder Urkunde vom 2. Mai mit in Ulm gewesen, etwa etwas später eingetroffen, so ist dochnoch auffällig, dass sie — sie würden doch Ulm und Passau auf derselben Reise besuchthaben — erst so viele Tage später die Feierlichkeit in Passau vornahmen.
654 Bernold 454. Ann. Wirzib. MGSS. II 246. Ann. Aug. 134, noch zu 1093.
856 Das folgende nach Casus monast. Petrish. 656 und Oont. cas. S. Galli 85 ff., auchBernold 455.