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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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161
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Gebhard als DiöoeBan und apostolischer Vicar. 161

von ihm, Gebhard von Urach 585 war am 1. August 1091 zum Abt des ver-waisten Klosters gewählt worden, ein Mann, dessen vielgeschäftige Thätigkeitihm Lob und Tadel zugleich eingetragen hat und der nicht selbstlos genugwar, um, wie es geschehen ist, als würdiger Nachfolger des grossen Wilhelmgepriesen zu werden. Er hatte es lange hinausgeschoben, sich weihen zulassen, unter demüthiger Ausrede gegenüber seinen Mönchen, aber vielleichtaus einer gewissen unschlüssigen Ehrsucht, die sich auf die grosse Stellungseines Vorgängers stützte; erst nachdem darüber ein Winter vergangen war,machte er sich auf nach Constanz zu Gebhard, dem vom Papste bestelltenFürsorger der im Sinne Roms verwaisten Diöcesen und empfing von ihm am21. März 1092 seine Weihe. — Am 26. Juni desselben Jahres weihte derBischof einen Altar des hl. Ulrich zu Petershausen und hatte am 9. September1093 und 5. Juni 1094 daselbst — ein Zeichen des Aufblühens dieses vonGebhard in ein neues Leben gerufenen Klosters — weitere Altäre zu weihen.Auch die St. Nicolauskirche von St. Blasien wurde 1092 durch Gebhardgeweiht.

Nicht minder nahmen die zugleich politischen Angelegenheiten, zuderen Leitung Gebhard durch Urban bestellt war, ihren Fortgang. Vor allemgelang die Wiederbesetzung Churs im päpstlichen Sinne; Abt Ulrich vonDisentis, ein eifrig päpstlicher Mann, ward Bischof. In der Reichenau wardferner unter Betheiligung Weif's der Propst des Klosters, Ulrich, zum Nach-folger des verstorbenen Ekkehard erhoben. Zwar zu der ihm von Urban nochbesonders aufgetragenen Einsetzung eines katholischen Abtes in St. Gallengelangte Gebhard nicht und auch der Auftrag für Augsburg, wohin BischofSiegfried 1090 aus seiner Haft bei Weif zurückkehren konnte, blieb somitunerfüllt; dafür vermochte Gebhard jedoch, nachdem am 7. August 1091Altmann von Passau gestorben war, durch die Einführung des neuen BischofsUlrich, die er am 16. Mai 1092 gemeinsam mit Erzbischof Thiemo von Salz-burg und Adalbert von Worms in der baierischen Bischofsstadt vornahm,diese zu sichern und zugleich seine Stellung als nunmehr alleiniger Vertreterdes Papstes in deutschen Landen zu bethätigen 53G .

Eine Angelegenheit, welche in diesen Jahren und noch lange in Schwabenviel besprochen wurde und auch die beiden zähringischen Brüder beschäftigensollte, ging von Schaff hausen aus 537 . Im Jahre 1083 hatte ein thurgauischer

5S6 Ueber ihn Riezler, Gesch. d. H. Fürstenberg S.32ff.; ausfuhrlicher die Quelle:Cod. Hirsaug. S.5ff.

090 Die Vita Altmanni MGSS. XII 241 gesellt zwar diesen Nachfolger Altmann'sals Vertreter des Papstes dem Constanzer Bischof hinzu, aber im Hinblick auf die That-sachen scheint darin nur ein Passauer Anspruch oder höchstens ein nominelles Vicariatzum Ausdruck zu kommen.

687 Vgl. die Ausführungen Henking's über die Chronologie von zwei über diese An-Heyok. U