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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
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895
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§ 69. Der Kaiser. 895

Zweites Kapitel.Die Verfassung des Reiches und seiner Teile.

Gerstlacher HB. der teutschen Reichsgesetze in system. Ordnung, 11 Bde.178693. J.J.Moser Teutscbes Staatsrecht, 50 Bde. 173754;. Erläuterungdes Westfälischen Friedens, 2 Bde. 177576. Häberlin HB. d. deutsch. Staats-rechts 2 3 Bde. 1797. Pfeffinger Vitriarius illustratus, seu institutiones iurispublici Romano-Germanici, 4 Bde. 1731. Hippolithus a Lapide Dissertatiode ratione status in imperio nostro Rcmano-Geimanico 1640 (im Auftrage derschwed. Regierung verfaßt von B. Ph. v. Chemnitz; vgl. Goldschlag Beiträgezur polit. u. publizist. Tätigkeit Heimann Conrings, Gott. Diss. 1884 S. 13. 73f.).Severinus de Monzambano (Sam. Pufendorf) De statu imperii Germanici1667 (hg. Salomon 1910 in Zeumer Quellen u. Studien III 4. Deutsche Über-setzung von Bresslau 1870; vgl. Droysen Zur Kritik Pufendorfs, Abb. zur neuerenG. 1876, Franklin Das Deutsehe Reich nach Monzambano 1872; Jastrow Pufen-dorfs Lehre von der Monstrosität der Reichs Verfassung 1882). J. S. Pütter Geistdes westfäl. Friedens 1795. Mejer Einleitung in das deutsche Staatsrecht 2 1884.Ritter (S. 857) 1, 1-57. Erdmannsdörffer (S. 857) 1, 48ff. 133ff. G. Meyer-Anschütz Lehrb. d. deutsch. Staatsr. 7 61 ff. Heusler VG. 234ff. Brunner-Heymann' 279H. Härtung VG. (S. 858). Fehr RG. 207ff. A. Schulte Fürsten-tum u. Einheitsstaat i. d. d. Gesch. 1921.

§ 69. Der Kaiser.

Bittner Der TitelHeil. röm. R. d. N.", MJÖG. 34 (1913) 526f. GritznerDie deutschen Reichsfarben 1920 (Fschr. Seeliger). Rauer Der Deutsche Kaiser1913. Saarburg Die Stellung d. Kaisers zur Gesetzgebung im neuen u. altenDeutschen Reich, Würzb. Diss. 1911. Smend Zur G. d. Formel 'Kaiser u. Reich'1910 (Festg. Zeumer 439). Zeumer Heiliges römisches Reich deutscher Nation1910 (Zeumer, Stud. 4, 2). Zwingmann Der Kaiser in Reich u. Christenheitim Jh. nach d. Westf. Frieden 1913 (vgl. Redlich, MJÖG. 36, 725ff.). Vgl. § 65.

Seit Maximilian I. führte der deutsche König als solcher den Titeler-wählter römischer Kaiser" (electus Romanorum Imperator semper augustus,Germaniae rex), wozu noch der von seinen Erbländern entlehnte weitereTitel hinzutrat 1 . Eine Kaiserkrönung hat nur noch bei Karl V^tattgefunden.Die Wahl erfolgte, abgesehen von den Veränderungen im Kurfürsten-kollegium, bis zur Auflösung des Keiches nach den Vorschriften der Goldenen

1 Maximilian I hatte 1508 (Zeumer Qu.-S. 2 Nr. 178, vgl. Ulmann Maxim.2, 339) den Titel 'erwählter röm. Kaiser' angenommen. Denselben Titel führteKarlV bis zur Kaiserkrönung in Bologna 1530 (seitdem ohne 'erwählter'), derener bedurfte, um seinen Binder Ferdinand 1531 zum 'röm. König' wählen zu lassen.Letzte Krönung in Aachen 1531 (Frensdorff, Gott. Nachr. 1897 S. 81). Krönungenin Frankfurt 1562. 1568, 1711, 1742, 1745, 1761, 1790, 1792; Regensburg 1575,1636, 1653; Augsburg 1690. Subsidiäres Krönungsrecht von Mainz 1562, 1575,1636, 1658, 1690, 1711, 1745-1792. Die Frankf. Krönungen (bis auf 1742) durchMainz, da Mainz u. Köln sich geeinigt hatten, daß der Erzbischof des Krönungs-ortes zu krönen hätte. Vgl. Stutz Der Erzb. v. Mainz u. d. deutsche Königswahl1910 S. 43ff.; Rheims u. Mainz 1921 (BSB.) 433. Zu Mehrer des Reichs s. S. 522.