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Halses), bei welcher der Kläger seine Buße und der Richter sein Gewetteerhielt. Daneben gingen gewöhnlich noch andere Auflagen, wie feierlicheAbbitte 36 ", Pilgerfahrten 360 , Mannschaftleisten 36 d u. dgl. m. Die Sühnewurde von beiden Teilen beschworen (Urfehde) 368 . Wo das Gericht vonAmts wegen eingeschritten war, übte der Eichter das alleinige Recht derStrafumwandlung oder des Straferlasses im Wege der Gnade aus. Heim-liche Abmachungen zwischen dem Verletzten und dem Täter waren ver-boten 36 f . Wo handhafte Tat vorlag, kam es nur in Ausnahmefällen zurLösung des Halses, dagegen bildete diese die Regel, wenn der Verbrechererst später ergriffen wurde oder sich freiwillig stellte. . Besonders förderlichwirkten in dieser Beziehung die zahlreichen Freistätten, deren Bedeutungnicht darin lag, daß sie dem Verfolgten ein dauerndes Asyl gewährten, son-dern daß ihm Gelegenheit gegeben wurde, mit seinen Verfolgern zu ver-handeln 37 .
Auf dem Gebiet des Ungefährs blieb es im allgemeinen, namentlichin den meisten süddeutschen Rechten, bei der Unvollkommenheit des älterenRechts 38 , nur daß die Zahl der typischen Fälle, welche Berufung auf das
3 «u Vgl. L. Pereis im Rechtswörterbuch 1, 12ff. His MA. 1, 577ff. 322ff.Vielleicht kircldichen Ursprungs. Fehr Zweikampf 20.
360 Vgl. v. Künßberg Aachenfahrt (Rechtswörterbuch 1, lf.). SchmitzSühnewallfahrten im MA., Diss. Bonn 1910. His MA. 1, 332f. 541 f. Kuijk,TijdschrRG. 2, 526.
36d Vgl. His Totsehlagsühne u. Mannschaft 1910 (Festg. Güterbock). HisMA. 1, 326 f. sieht darin einen auch wirtschaftlichen Ersatz für den Toten. Vgl.Frz. Beyerle Entw. (S. 828) 157. Gegen His: E. Mayer Altspanisches Obl.-E.1, 237 (ZVglRW. 38). Abdienen durch Reiterdienst vgl. v. Künßberg Acht 34.
36e Vgl. Knorr Ehrenwort Kriegsgefangener 1916 (v. Gierke U. 127) 18ff.65ff. His MA. 1, 325f. Die Sühne ist endgültig und dauernd, im Gegensatz zumFrieden im technischen Sinne (stallung, trostung), der vorläufig ist und einem Waffen-stillstand entspricht. Vgl. His Gelobter Friede, ZRG. 46, 147ff. Fr. BeyerleEntw. (S. 828) 116ff. Zur Urfehde Fr. Beyerle ebd. 151ff.
36f halsune (Hehlsühne) 1212 Stadtrecht von Enns (v. Schwind-DopschAusgew. Urk. S. 45). holsune, harsun, aelzone Stallaert (S. 12) 2, 549. Verwijs-Verdam (S. 12) 3, 8. Tomaschek Deutsches R. in Österr. 157 2 . Kaindl G. d.Deutschen in den Karpathenländern 2, 25. Fr. Beyerle Entw. (S. 828) 74; Unters.(§ 56 n. 82) 85. 112f.; ZRG. 52 (1918) 335. His MA. 1, 315. dernsone His Fries.Str.-R. 211f. hemlik sun v. Künßberg Acht 42f. Vgl. § 62 n. 18.
37 Vgl. Weinhold (S. 830). Schue (n. 36) 163ff. His MA. 1, 405ff. Frauen-stadt 51 ff. Knapp Nürnb. 124ff. Groll Elemente des kirchl. Freiungsrechtes1911 (Stutz, Abh. 75f.). Bindschedler Kirchl. Asylrecht u. Freistätten i. d.Schweiz 1906 (Stutz, Abh. 32f., vgl. ZRG. 40, 427). Die Trierer bürgerliche Frei-heit 1541 gewährt demjenigen, dem ohne Vorbedacht durch lautern unfall die Undmißlunge mit schlagen den Schutz des Hausfriedens durch 6 Wochen und 3 Tage.Qu. z. Rechts- u. WG. rhein. Städte, Kurtrier 1, 486 § 3. Vgl. Frz. Beyerle Entw.(S. 828) 126ff. Fiesel Zum Geleitsrecht, ZRG. 54 (1920) 33. OsenbrüggenHausfrieden 1857.
38 Vgl. S. 377ff. 803. John (S. 829) 5-41. 98ff. 124ff. 315ff. HammerSchadenersatz n. d. Ssp. u. den verwandten Rechtsqu. 1885 (v. Gierke U. 19).His MA. 1, 86ff.; Fries. Str.-R. 41ff. 44ff. Göschen (S. 828) 296f. 300. 302.Löf f ler Schuldformen 119ff. Beschütz Die Fahrlässigkeit innerhalb der geschichtl.