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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
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760
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760 Mittelalter.

Antonius de Pratoveteri in sechs Büchern wurde 1466 von Kaiser Friedrich IIIamtlich bestätigt 20 . Infoige seiner Verbindung mit dem Corpus iuris in denHandschriften und der Glosse hat das lombardische Lehnrechtsbuch dieferneren Schicksale des Corpus iuris geteilt und ist mit diesem in Deutsch-land rezipiert worden,

§ 58. Die ländlichen Rechtsquellen.

Stobbe 1, 585ff. 2, 269ff. Schröder bei Grimm Weistümer 7, 387ff. Lam-precht WL. 2, 624ff. Inama-Sternegg Quellen der deutsch. WG., Wien. SB. 84151ff. Huber, G.d. Schweiz. Pr.-R. 52ff. v. Amira 3 43ff. Pehr Über Weistums-forschung (VJSchr. SczWG. 13, 565ff.). Hasenöhrl Beitr. z. G. d. Rechtsbildun"U. d. Rechtsqu. i. d. österr. Alpenländern bis z. Rezeption (ArchÖG. 93) 341ff.Winter D. niederösterr. Bannteidingswesen 1916 (Jb. f. Landesk. NO. 13/14. Jahrg.196ff.). Werunsky ÖstRG. 16f. 540f. Eine allgemeine Sammlung: J. GrimmWeistümer, 7 Bde 184078, vollendet durch Schröder. Hardt LuxemburgerWeistümer 1870. Habets Limburgsche Wijsdommen 1891. WasserschiebenDeutsche Rechtsquellen des Mittelalters 1892. Harless Niederrhein. Weistümer,Nrh. Arch. 6. 7 (186870). Stutz Rechtsquellen von Höngg 1897. BurckhardtHofrödel von Dinghöfen Baselisoher Gotteshäuser 1860. Senn Alte Öffnungen d.Ostschweiz 1873. Rochholz Aargauer Weistümer 1876. Walter Weistümer derOrtenau 1900. Hanauer Les constitutions des campagnes de l'Alsaee 1864. KnappZenten des Hochstifts Würzburg 1907. v. Chlumetzky Dorfweistümer aus Mähren(ArchÖG. 17). Schlesinger Deutschböhmische Dorfweistümer 1876 (MittGDBöhm.15). 1884 (ebd. 22). Schmidt Deutsche Dorfrechte aus Westböhmen, MJÖG. 37,598ff. Meli Sittersdorfer Bergtaiding, Carinthia 1913. Gengier Die altbayrischenEhehaft rechte 1891 (Beitr. z. RG. Bayerns 2); Zahlreiche Weistümer inder Z. f. Schweiz. Recht und den Zeitschriften der historischen Vereine. Mitplanmäßiger Sammlung ist die Wiener Akademie der Wissenschaften mustergültigvorangegangen (Österreichische Weistümer 1870ff.; bisher 11 Bde), andere Unter-nehmungen folgen. Vgl. Weistümer der Rheinprovinz 1900ff. (bisher 3 Bde; vgl.Verzeichnis der rheinischen Weistümer 1883). Württembergische ländliche Bechts-quellen I. 1910. Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (von dieser auch andereR. umfassenden Sammlung bisher 4 Weistümerbände). Badische Weistümer undDorfordnungen. 1. Heft 1917. Mayerhofer u. Glasschröder Weistümer derRheinpfalz, MittPfalz 1892. Wilhelm Müller, Verzeichnis hessischer Weistümer1916. Danmarks Vider og Vedtsegter udg. Bjerge og Söegaard 1904ff. (bisher3 Bde).

Die nordgermanische Sitte regelmäßiger Kechtsvorträge in der Landes-gemeinde war bei den Südgermanen wenig verbreitet 1 . Das Reichshof-gericht und die Land- und Stadtgerichte erteilten Einzelweistümer aufbesondere Anfragen, aber nur die Polizeiordnungen in den Städten wurdenregelmäßig zu bestimmten Zeiten von den Rathäusern öffentlich verlesen.Dagegen war es im Mittelalter auf dem Lande (in Dorf- und gutsherrlichen

20 Vgl. Gaudenzi Notizie ed estratti dei manoscritti e docomenti 1886.S. 26ff. In der Ausgabe des Cujacius (1566) ist der Test der Vulgata auf vierBücher verteilt, während die Extravaganten sich IV. F. 73109 und Buch V.finden und nach dieser Anordnung auch bisher zitiert zu werden pflegten. Jetztbei Lehmann a. a. O. 186ff.

1 Vgl. S. 247f. § 55 n. 6.