§ 56. Stadtreehte 739
Entscheidungen des Ingelheimer Oberhofes von 1375—90 und 1437—66 49und die des Eidstuhls von Drente von 1399—1518 50 .
Vom Landreeht und Ortsrecht (Gemeinde-, Mark-, Kirchspielsrecht)spalteten sich im Laufe der Zeit die Deichrechte 51 als geschlossenesSonderrecht ab. Sie zeigen nach Entlehnungen, Übertragungen, Kechts-zug usw. eine ähnliche Entwicklung wie die Stadtrechte.
§ 56. Die Stadtrechte.
Vgl. S. 672ff. Stobbe 1, 482—551. Brunner Grundz. 8 124ff. GengierCodex iuris municipalis Germaniae medii aevi 1863; Deutsche Stadtrechte desMittelalters 1852. Kraut-Frensdorff Grundriß 6 §8. Gaupp Deutsche Stadt-rechte des Mittelalters, 2 Bde 1851—52. Keutgen Urkunden z. städt. VG.1899—1901. Bischoff Österreichische Stadtrechte 1857. Luschin v. Eben-greuth Ost. Reichs-G. 188f. 142. 144f. Huber, G. d. Schweiz. Priv.-R. 64ff.Fookema Andreae Overzigt van oudnederlandsche rechtsbronnen 1881. Frens-dorff, N. Arch. 2, 9ff. 4, 43ff. 5, 31ff.; ZRG. 39, 196ff. Hans. GBl. 8, 37ff.v.Maurer, G. der Städteverfassung 4, 1—62. Michelsen Rechtsdenkmale ausThüringen 1863. Walch Vermischte Beiträge z. d. deutsch. Recht, 8 Bde 1771—93.Pufendorf Observationes iuris (appendix), 4 Bde 1757—70. Tschoppe u. StenzelUrk.-Sammlung zur G. des Ursprungs der Städte in Schlesien u. d. Oberlausitz1832. Westfälische Stadtrechte, seit 1901 (Veröffentlichungen der Histor. Kom-mission f. Westfalen). Oberrheinische Stadtrechte, 1. und 2. Abt., her. v. d. Bad.Hist. Kommission seit 1895, 3. Abt. v. d. Kommission z. Herausgabe elsässischerG.-Qu. seit 1902. Gierke Badische Stadtrechte u. Reformpläne des 15. Jh., ZGO.42, 129ff. Sammlung schweizerischer Rechtsquellen seit 1898; bisher 8 Stadt-rechtsbände. Oude vaderlandsche Rechtsbronnen (Werken der Vereeniging totuitgave der bronnen van het oude vaderlandsche Recht) seit 1880. Overijsselschestad-, dijk en markeregten, seit 1875. A. Telting Het oud-friesche stadrecht 1882;Defriesche stadrechten 1883. Celakowsky Codex iuris municipalis regni Bohemiae2Bde 1886/95. Böhlau Mecklenb. Landrecht 1, 64ff. Bei der Ungeheuern Fülledes Stoffes mußte in der Anführung der einzelnen Quellen wie der Quellenausgabendie äußerste Sparsamkeit beobachtet werden. Im Quellen heft des Rechtswörter-buches (1912), sowie bei Dahlmann-Waitz sind reichliche Nachweise.
Die ältesten städtischen Rechtsquellen waren die den Stadtherrenerteilten Immunitätsprivilegien, sodann seit dem 11. Jh. die von denKönigen oder Stadtherren ausgehenden Markt- und Stadtprivilegien oder
49 Loersch Der Ingelheimer Oberhof 1885. H. Meyer, ZRG. 37, 390ff. Dieangeblichen Urteile des Eltviller Oberhofes sind eine weitere Fälschung Bod-manns (n. 35), der auch einige Ingelheimer Urteile verfertigt hat. Vgl. H. Meyer,ZRG. 37, 333ff.
60 Vgl. n. 34. Feith Ordelboek van den Etstoel van Drenthe 1870. Vgl.Gratama in N. Bijdr. v. Regtsgel. 20, 620ff. Ergänzungen dazu von S. Gratama,m d. Verhandel. ter naspor. v. d. wetten onzes vaderlands 7, 2 Suppl. 1 u. 2(1886—90). Üher die eigentümliche Gerichtsverfassung von Drente vgl. MagninGeschiedkundig overzigt van de besturen in Drenthe 2, 1 S. 72ff. 2, 79ff. FockemaAndreae, Bijdr. 4. S. Gratama Bijdrage tot de rechtsgeschiedenis van Drenthe,Groning. Diss. 1883.Urteile von 1518 bis 1604 bei Joosting Ordelen van den etstoelvan Drenthe 1893.
51 Vgl. J. v . Gierke G. d. Deichr. 2, 322ff. v. Schwerin RG. 2 22.
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