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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
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738
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738 Mittelalter.

der einzelnen friesischen Landschaften, vom 13. bis 15. Jh. 8s . dieGesetze der Nordfriesen aus dem 15. Jh. 87 , das Landrecht der InselFehmarn von 132021 und das dietmarsische Landrecht von 14473«Von anderen Landrechten sind noch hervorzuheben das Ritter- und Land-recht der Grafschaft Berg aus der zweiten Hälfte des 14. Jh. 39 , dieLandrechte des Münsterlandes 40 , das Landrecht von Burg 41 , die Land-bücher von Glarus 42 , Schwyz 43 und Appenzell 44 und das Landrechtvon Wallis (die sog. Artikel von Naters) von 1446 45 . Wir reihen nochdaran das Recht der Sachsen in dem Zips in Ungarn 46 , ein in deutscherSprache und deutschem Sinn abgefaßtes polnisches Rechtsdenkmal ausder zweiten Hälfte des 13. Jh. 47 und die ebenfalls in deutscher Spracheverfaßten Jura Prutenorum aus dem 14. Jh. 48 .

Im weiteren Sinne sind auch die Sammlungen landgerichtlicher Ent-scheidungen als Landrechtsquellen anzusehen. Wir nennen die wertvollen

522ff. Magnin Overzigt van de besturen in Drenthe 2, 2 S. 229ff. Vgl. RahderEenige aanteekenirgen op het landrecht voor Drenthe van 1412, Utr. Diss. 1879.Über das von dem Fälscher Bodmann (Rheing. Altert. 624ff.) auf Grund desDrenter LR. und anderer niederländischer Quellen fabrizierte angebliche Rhein-gauer Landrecht (nicht zu verwechseln mit dem echten Weistum des Rhein-gaues aus dem 14. Jh., her. v. Sauer, Anual. d. Ver. f. nass. Altert.-K. 19, 33ff.),vgl. Herb. Meyer, ZRG. 37, 309ff. Brunner, ebd. 16, 87ff.; Deutsche Lit.-Zeitg.1894 S.405f.

36 v. Richthofen Fries. Rechtsqu. 113ff. Hettema Oude friesche wetten,2 Bde 184651. Borchling Die niederdeutschen Rechtsquellen Ostfrieslands I.Die Rechte der Einzellandschaften 1908. Vgl. J. Telting a. a. 0. 22ff. Heck Altfr.Ger.-V. 10ff.; Gemeinfreie 390ff. His Fries. Strafrecht 3ff. Siebs Westfries.Studien, B Abh. 1895. Hervorzuheben sind die Fivelgoer Küren (Richth. 283ff.),die Hunsingoer Küren von 1252 (ebd. 328ff.), die Rüstringer Bußtaxe (12. Jh.)und das etwas jüngere Oberrecht (348ff.), der Brokmerbrief (151ff.). Diebeiden westerlauwerschen Schulzenrechte (387ff. 410ff. Hettema 2, 30ff.118ff.), wohl noch aus dem 11. und 12. Jh., sind aus Rechtsvoiträgen hervor-gegangen. Über fries. Sendrechte Borchling pg. 63ff.

37 Richthofen a.a.O. 561ff.

38 Ersteres bei Hasse Schlesw.-holst. Reg. u. Urk. 3, 235, das dithmars. Land-recht her. v. Michelsen 1842.

39 Lacomblet Archiv 1, 79ff-. Vgl. v. Below Die landständ. Verfassung inJülich u. Berg 2, lff. 34ff.

40 Westf. Landrechte. Bd. 1. Landrechte des Münsterlandes, bearb.F. Philippi 1907.

41 Neue Mitteilungen hist. antiqu. Forsch. 11, 159ff.

42 Z. f. Schweiz. R. 5, 130ff. 6, 3ff.

43 Ausg. v. Kothing 1850.

44 Ausg. v. Rusch 1869.

45 Heusler Rechtsqu. des Kantons Wallis (1890) 169ff. Ebd. S. 148«.Landes- u. Gerichtsverfassung von Wallis (1435), S. 152ff. Walliser Gewohnheits-recht (15. Jh.).

16 Michna,y u. Lichner Ofner Stadtrecht, Anhang, 1845.

47 Ausg. von Volckmann 1869. Helcel Monumenta iur. Polonici 2, 1870.

48 Ausg. von Laband, Königsb. Programm 1866.