§ 40. Das Lehnwesen. 429
§ 40. Das Lehnwesen,
Vel S 167 Home ye r System des Lehnrechts d.sächs. Rech tsbücher (Des Sachsen-spiegels 2. Teil, IL 261—640). Waitz VG. 6 2 , 1—138; Abhandl. 301 ff. 544ff.Fioker Heerschild 1862. Eichhorn St. u. RG. 2, 666ff.; Priv.-R. §§192—244.351-63. Stobbe Priv.-R. §§ 116—28 (3. Aufl. §§ 174—86), §§ 315—19. BeselerPriv.-R. 4 692—784. Lamprecht WL. 1, 875ff. 1262ff. 1295ff. v. Amira^ 2071Brunner Gnmdz.« 202. Hübner Grundz. d. DPrR. 2 296ff. F. Andreae Oud-liederl bürg, recht 1, 284ff. Gierke Grundz. d. DPrR. 1913 (Kohler Enzykl.d RW. 7 1, 241 ff. v. Schwerin DRG. .53ff. Heusler VG. 129ff. 1861; Inst. 2,J53ff. Kraut Grundriß 6 §§ 197—247. E. Mayer DFrzVG. 2, 167ff. Flach Origines2, 427ff. Seignobos Regime feodal en Bourgogne 1882. Secretan Essai sur lafeodalite (Mem. et doc. de la Suisse rom. 16). Blondel Frederic II S. 80fl Ciccag-lione La feudalitä 1890. Del Giudice N. Studi 288fl v. Brünneck, Zur G. desGrundeigent. in Ost- u. Westpreußen 2, 1 (1895); Leibzucht und Gnadenjahr imdeutsch. Lehn- u. Adelsrecht, ZRG. 40, lfl Der Schloßglaube, ebd. 41, lff. v. BelowDer deutsche Staat 1, 276fl Hagemann- Kleine jur. Aufsätze I. 1794. PitonDerinvestiture feodale dans le droit germanique au moyen-ägel899. v. Transehe-Ruseneck Zur G. des Lehnswesens in Livland I. 1903 (Mitt. f. G. u. Alt.-K. d.Ostseeprovinzen 18,1; vgl. Krammer, ZRG. 38,391. v. Freytagh-LoringhofenKr.VJSehr. 47, 42fl). Lippert u. Beschorner Lehnbuch Friedrichs d. Strengenv. Meißen 1903 (Sehr. d. Sachs. Komm. f. Geschichte; vgl. Stutz ZRG. 39, 378).Lippert Die deutschen Lehnbücher 1903 (ebd.). M. H. Lie Lensprincipat i Norden(Tidsskr. f. Retsvidenskap 1907, Beilage). Borger Belehnungen d. geistl. Fürsten 1901.M. Müller Minne u. Dienst in der altfranz. Lyrik, Marb. Diss. 1907.
Das Lehnwesen ist, wie seine Entstehungsgeschichte (S. 168ff.) lehrt,als eine Einrichtung der fränkischen Heerverfassung aufgekommen undhat auch im Mittelalter, wo mehr und mehr das ganze Staatsleben vonihm durchdrungen wurde, einen vorwiegend militärischen Charakter be-hauptet. Wir erkennen in ihm die mittelalterliche Form des Reichs-söldnertums. Für die Reiterdienste, die das Eeich von dem Vassalien be-anspruchte, gewährte es ihm einen Sold in Gestalt der Lehnsnutzung. Biszum 12. Jahrhundert wurde das Lehn noch regelmäßig als beneficium be-zeichnet, ein Ausdruck, der seit dem 13. Jahrhundert durch die aus Süd-frankreich stammende, seit dem 11. Jahrhundert auch in Deutschlandbekannte Bezeichnung feudum vollständig verdrängt wurde 1 . Die Aus-bildung des Lehnwesens hat mit der Ausbildung des militärischen Reiter-dienstes fortdauernd schrittgehalten. Auf Südfrankreich und Italiensind in der späteren Karolingerzeit Lothringen und Burgund in der Ent-wicklung der Feudalmiliz gefolgt, während Deutschland noch in denSchlachten des 10. und 11. Jahrhunderts neben der Reiterei ansehnlicheScharen des Fußvolkes kämpfen sah. Hier fällt die Blüte des Reiter-dienstes und des Lehnwesens, gefördert durch die Kreuzzüge, erst in die
et ad ipsum comiiem, quam ad alium dominum, cuius distrietvs protenditurud ripam fluminis prelibati (MG. Const. 3, 487). Siehe auch ebd. 1, 323. 2, 401.üeffeken ZRG. 34, 192ff.
x Vgl. S. 339 n. Waitz 6 2 , 112ff. Homeyer 274ff. Du Cange s. v. Car-tulaire de l'abbaye de Conques S. 217 Nr. 262 (916): nee beneficiare nee in feodomre. Vereinzelt begegnet beneficium noch in Urkunden des 13. Jhs., vgl. (gegenHomeyer 274) Stobbe Rechtsqu. 1, 326. ÜB. d. Land, ob der Enns Nr.339(1203).349. 453 (1225): beneficia a nobis in feodo habentibus.