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Eine eigentümliche Rolle fiel bei der Gestaltung der Territorien dengroßen Heerstraßen und schiffbaren Gewässern zu. Da sie als „des KönigsStraßen" dem Eeiche vorbehalten waren, so galten sie gewissermaßen alsexterritorial, und unabhängig davon, wem die Flußufer oder das Geländean den Seiten der Straße gehörten, konnte die Strom- und Straßen-gerichtsbarkeit und die aus ihr sich ergebende Landeshoheit Gegenstandselbständiger königlicher Verleihung sein 17 .
des 13. Jahrhunderts stand zwar in einer gewissen losen Unterordnung unter denBremer Erzbischof, aber doch ohne daß dieser eine landesherrliche Gewalt überden Freistaat erworben hätte. Seine Selbständigkeit verlor es erst 1559. Vgl.Rive Über den Freistaat Ditmarschen im MA. (Festschr. Mohl 1871). WaitzSchlesw.-Holst. G. 1, 93ff. 368ff. Die schweizerische Eidgenossenschaftzunächst nur, vielleicht während des Interregnums, als Landfriedensbund innerhalbdes Reiches begründet und 1291 als dauernder Bund erneuert, erlangte 1415 vonKaiser Sigmund die Verleihung des Blutbannes und damit die Befreiung von derReichsvogtei. Aus der Verbindung mit dem Reiche selbst schied sie erst in derfolgenden Periode aus. Vgl. Blumer Staats- und RG. der Schweiz. Demokratien1, 210. Hilty Bundesverfassungen der schweizer. Eidgenossenschaft 1891. ÖchsüAnfänge der Eidgenossenschaft 1891. Kopp G. der eidgenössischen Bünde1845—82. Dieraucr G. d. Schweiz. Eidgenossenschaft ], 1887. Bresslau Dasälteste Bündnis der schweizerischen Urkantone. Hürbin Handb. d. Schweizer G.1, 145ff. Ryffel Die schweizerischen Landgemeinden 1903. Heusler VG.213f. 233. Die friesischen Landschafton zwischen Weser und Zuidersee, vondenen man früher annahm, daß sie ebenfalls eine freistaatlichc Bundesverfassungbesessen hätten, haben es über vereinzelte Versuche mit vorübergehendem Erfolgnicht hinausgebracht. Der erste Upstallsbomer Bund, der, wahrscheinlich im12. Jh. errichtet, bis 1231 dauerte, war ein bloßes Landfriedensbündnis, dagegenhatte der zweite Upstallsbomer Bund (1323—27) und der von Groningen (1361bis 1422) weitergehende politische Ziele, die aber nicht erreicht wurden. Auch dieVersuche der Kaiser Sigmund und Friedrich III, den Friesen eine freistaatliclieStellung zu geben, waren erfolglos. Vgl. v. Richthofen Unters. 1, 112—72.184ff. 370—553. 2, 259ff. 344ff. Borchling Fries. Rechtsquellen I. pg. 72.Das Harlinger Land war eine unabhängige Landgemeinde, die um die Mitte des15. Jhs. in vier kleinere Herrschaften zerfiel. Das aus dem Rüstringer Landehervorgegangene Butjadingen erhielt sich bis 1514 als freie Bauernrepublik,obenso bis 1525 das Land Wursten und Stadland an Unterweser und Unterelbe.17 Vgl. Waitz 8, 302. Fugger von Kirchheim Die Grenzen der demKurtume Miinz über den Main zustehenden Oberherrschaft, Mainzer Diss. 1785/86Struve Neu eröffnetes hist. u. polit. Archiv 1, 36. Böhmer Acta imp. sei.Nr. 443 Schröder Landeshoheit über die Trave, N. Heidelb. JBB. 1, 1891.
Friedrichs I Definitio regalium v. 1158: Begalia sunt -------- vie publice, flumina
navigabilia et ex quibus fiunt navigdbilia. Görlitz. Landrecht Art. 34 § 1: iegelichvlizinde wazzir heizet des Hohes sträze. Fiiedrich I bewilligte den Lübeckern 1188die Aufnahme des ganzen Inundationsgebietes der Trave in das Weichbild derStadt Lübeck: ut usque ad locum, ad quem in inundatione ascendit fluvius quiTravene dicitur, eadem qua et intra civitatem fruantur per omnia iusticia et libertate(ÜB. d. St. Lübeck 1 Nr. 7). Bremen übte im 14. u. 15. Jahrhundert die Landes-hoheit auf der ganzen Weser aus und erwirkte noch 1541 ibre Bestätigung durchKarl V. Unter König Adolf wurde 1294 durch Reichswcistum festgestellt: Quodsi insula nata est in Reno vel alio flumine in comitatu alieuius comitis, qui in ipsoflumine reeipit thclonia et conduclus habelque comitatum eundem, Ihelonia et con-duetum ab imperio in flumine predicto, eadem insula pocius special ad impenum