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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
Entstehung
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78
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78 Germanische Urzeit.

ders von den Gegenständen, die zur persönlichen Ausrüstung des Verstor-benen gedient hatten und ihm auch im Totenreiche noch dienen sollten:Eoß und Waffen für den Krieger, Schmucksachen und weibliches Gerätefür die Frau. Als später diese Beigaben für das Grab wegen ihres heidnischenBeigeschmacks außer Übung kamen, wurde ihre Ausscheidung aus demNachlaß gleichwohl beibehalten, indem sie als Heergeräte und Gerade zuGegenständen einer Sondererbfolge gemacht wurden 74 .

Eine Vererbung über den engeren Erbenkreis der Hausgenossenschafthinaus gab es im allgemeinen nicht, nur Vater- und Mutterbruder werdenvon Tacitus noch als subsidiäre Erben bezeichnet 75 . Jedenfalls gab es nurein gesetzliches Erbrecht; letztwillige Verfügungen waren unbekannt.

§ 12. Das Strafrecht.

Brunner l 2 , 211251. 2, 536ff.; Grundzüge 6 18ff.; Sippe und Wergeid,ZRG. 16, 187; Abspaltungen der Friedlosigkeit, ebd. 24, 62ff. (Forsch. 444ff.);Absichtslose Missetat im altdeutschen Strafrecht, BSB. 1890 S. 815ff. (Forsch.487ff.). v. Amira 3 229ff. (mit reichen Literaturangaben); Zweck und Mittel dergerm. RG. 46ff. 50. 57ff.; Altnorweg. Vollstreckungsverfahren 1168; Nordg.Oblig.-R. 1, §§18. 5458. 92f. 2, §§11. 12. 4347. 86. 87; Tierstrafen u. Tier-prozesse, MJÖG. 12, 504ff. v. Schwerin RG. 123ff. Wilda Strafrecht derGermanen 1842. His Strafrecht der Friesen im Mittelalter 1901. Del GuidiceDiritto penale germanico rispetto all'Italia 1905 S. 9ff.; Studi di storia e diritto1889 S. 246361; Nuovi studi 315ff. Grimm RA. 622744. Maurer Kr.Übersch. 3, 2661; Kr. VJSchr. 16, 82ff.; Altn. RG. 5, 3286 (vgl. Gold-mann Österr. Z. f. Str.-R. 1912 S. 371). Heusler Das Strafrecht der Isländer-sagas 1911 (vgl. K. Lehmann ZDPhil. 45, 75. Schreuer DLit.-Zeitung 1912Nr. 47. v. Schwerin ZRG. 45, 491). Merker Das Strafrecht der Gragäs,Heidelb. Diss. 1907. Hinojosa Das germ. Element im span. R., ZRG. 44, 291.296ff. 300337. v. Bar G. des deutsch. Strafrechts 51ff. Köstlin G. desdeutsch. Strafrechts, her. von Gessler 1859, S. 58ff. (größtenteils schon ZDR.12. 14). v. Woringen Beitr. z. G. des deutschen Strafrechts 1836. Geib Lehr-buch des deutsch. Strafrechts 1, 152ff. (1861). Waitz l 3 , 7078. 195ff. 418bis 442. Müllenhoff DA. 4, 24150. 325ff. Sickel Freistaat 14855; Zurgerm. VG. 29f. Dahn Deutsche G. 1, 22739. 250f.; Fehdegang und Rechts-gang (Bausteine 2, 76ff.). Thonissen Organisation judiciaire, le droit pönal etla proeödure pönale de la Loi Salique 1882 S. 153369. Noordewier Regts-

nach, daß der Totenteil immer nur in einzelnen Gegenständen bestanden hat,nicht aber, wie auch wir früher angenommen hatten, in einem Bruchteil desNachlasses. Der in einem solchen Bruchteil bestehende sog. Freiteil war eineNeubildung der fränkischen Zeit.

7 * Vgl. noch Klatt Heergeräte 1908 (Beyerle Beitr. II. 2) S. 16ff. Daßauch das spätere Besthaupt auf den Totenteil zurückzuführen ist, hat Brunn erZur G. der älteren deutschen Erbschaftssteuer 1911 (Festschrift v. Martitz)nachgewiesen. Vgl. Rietschel a. a. O. 311f. Hübner 2 657.

75 Germ. c. 20: heredes tarnen successoresque sui cuique liberi, et nullumlestamentum. si liberi non sunt, proximus gradus in possessione fratres patruiavuneuli. Wie die auf ein gewisses Vorrecht des ältesten Sohnes hinweisendeNachricht über die Tenkterer (Germ. o. 32) zu verstehen, ist unklar. Vgl.Brunner l 2 , 109. v. Amira Erbenfolge 219. Klatt a. a. O. 15.