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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
Entstehung
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§ 11. Das Privatrecht. 63

system schon früh das Privateigentum am Ackerlande zur Anerkennunggelangt sein. Im einzelnen entzieht sich die Entwicklung, die hier statt-gefunden hat, jeder genaueren Einsicht-, daß sich aber auch hier erst eingewisser Übergang vom Gesamteigentum zum Privateigentum vollzogenhat, zeigt sich am Wald- und Weideland, das in den Bauerschafts-gemeinden mit Einzelhöfen ebenso wie anderwärts als gemeine Mark be-handelt wurde 18 .

§ II. Das Privatrecht.

v. Amira 3 160—228; Nordgerm. Obl.-R. (S. 6); Stab (S. 13, mit den dortangeführten Anzeigen von Goldmann, Schröder und G. Schultze); Hand-gebärden (S. 13); Die Wadiation, MSB. 1911 Abh. 2. F. Andreae Het oud-nederl. burgerl. recht I. IL 1906. Brissaud Manuel (S. 8). Brunner l 2 ,91—133 (§§ 12, 13); Grundzüge 6 8ff. 186—244. Eichhorn St. u. RG. I 5 , 264bis 893. Gicrke Priv.-R. (S. 4); Grundzüge (Kohler Encykl.' 1913); Schuldu. Haftung (Gierke U. 100) 1910 (vgl. v. Amira ZRG. 44, 484). Grimm RA.403—621. Heusler Inst. (S. 4). Hübner Grundzüge (S. 4). Maurer Altn.RG. II 471 ff. III. Nani Storia (S. 10). Pertile Storia 2 IV. 1893 (S. 10).Schupfer Diritto privato (S. 4). v. Schwerin DRG. (S. 4). Stobbe Hand-buch (S. 4). Telting Schets (S. 6). Viollet Hist. du droit civil franc. (S. 9).Waitz l 3 , 47ff. 57ff. 63ff. Arnold Urzeit 371ff. Dahn DG. 1, 252ff. FickerUntersuchungen (S. 4). Pustel de Coulanges Recherches (S. 8) 219ff. Hazel-tine Zur G. d. Eheschließung n. angelsächs. R., Pestgabe Hübler. KeyserNorges Retshistorie (S. 6) 289—403; Nordmsndenes private liv (S. 6). Lieber-mann Ags. Gl. 331 (Bürgschaft), 651ff. (Sippe), 725ff. (Vormund). E. MayerDie Einkleidung im germ. R. 1913, Festschrift Wach (vgl. Stutz ZRG. 47, 724).Puntschart Schuldvertrag u. Treugelöbnis 1896 (vgl. v. Schwind GGA. 1897S. 116); Bürgschaft (bei Hoops 1, 356). Rietschel ebd. 2, lOff. Familien-recht, 1, 499—508 Ehe, 1, 554ff. Eltern und Kinder, 2, 88 Freiteil. RöderDie Familie d. Angelsachsen 1899. Wackernagel Kl. Sehr. 1, lff. (Familien-recht u. Familienleben). Wein hold Altn. Leben 1856; Die deutsch. Frauen imMA. 2 2 Bde. 1882. Young The Anglo-Saxon family law (Essays in Anglosax.Law 1876). v. Zallinger Wesen u. TJrspr. d. Formalismus im altd. Priv.-R. 1898.

Im Gegensatz zu der indogermanischen Zeit unterschieden die Ger-manen zwischen der sachenrechtlichen Herrschaft über Sklaven und körper-liche Gegenstände und der familienrechtliehen Schutzgewalt (munt, mlat.mundium) über freie Hausgenossen 1 . Für den Hausherrn verwendete man,

18 Vgl. Hanssen Abh. 1, 148. Brunner l 2 , 88. v. Amira 3 195.1 Vgl. Brugmann Indogerm. Forsch. 16, 501. Diefenbach Got. WB. 2,86. Kluge 5 263. v. Amira 3 172. Grimm RA. 4471 Brunner l 2 , 93. Heus-ler 1, 95f. 103ff. Kraut Vormundschaft 1, lff. Waitz Bedeutung des Mun-dium (Abh. 369ff. BSB. 1886). Liebermann Gl. 589. Rietschel bei Hoops2, 11. Die Erklärung von f. munt = manus veranlaßte Heusler zu seiner vonWaitz aus sachlichen Gründen zurückgewiesenen Auffassung als eines reinenGewaltverhältnisses. Dagegen wäre nach Osthoff von dem Begriff „sehen",„schützen", „schirmen" (ahd. munton, got. as. munddri) auszugehen, woraus sichahd. m. mund (wie tutela von tueri) erklären würde; erst durch Volksetymologiesei später die Anlehnung an f. munt (ags. an. mund) aufgekommen. Aber dienüat. Bezeichnung manuburnia (afrz. mainburnie) für Vormundschaft läßt darüber