§ 10. Das Grundeigentum. 57
Erbrecht u. Vicinenrecht, ZRG. 12, 430. Del Giudice Studi di storia e diritto 1889S. 215ff. Gothein JB. f. Gesetzgebung 1880 S. 620ff. Haff Dänische Gemeinde-rechte 2 Bde. 1908—09 (vgl. v. Schwerin ZRG. 43. 451ff. Steenstrup Hist.Tidsskrift 8. R. 80ff.). Haxthausen Agr.-Verf. in Norddeutschi. 1829. HeuslerInst. § 56 Hildebrand Recht u. Sitte auf den primitiven wirtsch. Kulturstufen 2(vgl. Schreuer ZRG. 32, 167ff. Kötzschke ZGW. 8, 269ff.). Hildebrand Sve-riges Medeltid I. Kohler Kr. VJSchr. 23, 24ff. Kolderup-Rosenvinge (Homeyer)Grundr. d. dän. RG. 74ff. G. Knapp Grundherrschaft u. Rittergut 101 ff. Kowa-lewsky Ökon. Entwickl. Europas I 1901 (vgl. J. Giorke ZRG. 36, 338). Lam-precht DG. 1, 136ff.; Z. d. Berg. G.-Ver. 16. Landau Territorien 64ff. LaveleyeDe la propriete et de ses formes primitives 4 1891, deutsch von Bücher Das TJreigen-tuni 1879 (mit Zusätzen des Übersetzers). Leo Rectitudines singular. pers. 105ff.Liebermann Ags. Gl. 267. 443. 352. Maine Village Communities 3 1876; Lectureson the early history of institutions 1875. L. Meyer ZDPhil. 5, 351ff. v. Mias-kowski Verf. d. Land-, Alpen- u. Forstwirtsch. d. Schweiz 1878; Die Schweiz.Allmend 1879. Michelsen ZDR. 7, 89ff. Much ZDA. 36, 97ff. Nasse Mittel-alter!. Feldgemeinsch. in Engl., Bonner Rekt.-Progr. 1869 (vgl. Maurer Kr. VJSchr.12, 98ff.). Nitzsch G. d. deutsch. Volkes l 2 , 84ff. Olufsen Bidrag til oplysningom Danmarks indvortes forfatning i de seldre tider 1821 (vgl. Hansseu a. a. O.1, 1 ff.)- Pollock Recht des Grundbesitzes in England (übers, v. Schuster) 1889S. 26ff. 253ff. Rhamm Die Großhufen der Nordgermanen 1905 (vgl. Boden ZRG.40, 348); Urzeitliche Bauernhöfe I. 1908. Denman W. Ross The early history oflandholding among the Germans 1883 (vgl. Dargun ZRG. 19, 203ff.). SchönfeldDer isländ. Bauernhof zur Sagazeit (S. 6). Schrader Reallexikon 1901 S. 6ff.Schröder Pranken ZRG. 15, 49ff.; Ausbreit, d. sal. Franken FDG. 19, 144ff.Schupfer L'allodio 1885. Seebohm English Villages Community 1883 (übers.Bunsen, Die engl. Dorfgemeinde 1885). Do Sloet Overzieht van den landbouw inDnitschland (Van al's 1871 S. 340ff.). Vinogradoff Villainage in England 1892.Viollet Charactere collectif des premieres propriet^s immobilieres, Bibl. de l'Ecole deschartes 33, 455ff.; Precis de l'hist. du droit francais 2, 471 ff. M. Weber Jb. Nat.Ök.89, 433ff. Wittich Hist. Z. 79, 45ff.; ZRG. 35, 257ff. Wopfner Beitr. z. G. d.ältesten Markgenossenschaften 1912 (MJÖG. 33.34). Zimmerle Stammgutssystem 1 ff.
Unsere Kenntnis von dem Wirtschaftssystem der germanischen Ur-zeit schöpfen wir in erster Reihe aus Cäsar und Tacitus, aber noch diefränkische Zeit und zum Teil selbst das Mittelalter bietet eine Reihe vonErscheinungen, die teils als stehen gebliebene Reste uralter Feldgemein-schaft, teils, soweit sie auf Neubildung beruhen, als Rückschläge frühererEinrichtungen verstanden werden müssen 1 . Bei den Germanen gab es inder Urzeit kein Privateigentum an Grund und Boden, sondern alles Landwar Volkland und wurde dem Einzelnen nur von der Gesamtheit zur Nutzungüberlassen. Über die Art, wie dies geschah, liefert Cäsar zwei Berichte,den einen von den Sueben, den andern von den Germanen im allgemeinen.Die damals auf der Wanderung befindlichen Sueben besaßen noch keinedauernden Ansiedlungen, sondern verlegten ihre Wohnsitze von Jahr zuJahr, je nach der Lage des gerade in Anbau genommenen Landes 2 . Die
1 Die Gehöferschaften des Mosellandes sowie die Haubergsgenossenschaftenim Siegerlande (vgl. Philippi Siegener Urk.: B. I p. 18f.) sind Neubildungendes Mittelalters und erst später zu behandeln.
Bell. Gall. 4 c. 1: Hi centum pagos habere dicuntur, ex quibus qiwiannissmgula milia armatorum bellandi causa ex finibus eäucunt. reliqui, qui domi man-