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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
Entstehung
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56
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56 Die germanische Urzeit.

als das königliche zu bezeichnen. Besondere Vorrechte außer den ange-gebenen besaß der Adel nicht, dagegen gewährte er seinen Angehörigengroße Vorzüge in sozialer und großen Einfluß in politischer Beziehung 34 . Imallgemeinen war die Zahl der Edelgeschlechter nur gering und wurde durchdie dem Stande eigene Vorliebe für den kriegerischen Beruf stetig ver-mindert. Nur bei Sachsen und Friesen hat sich ein mit hervorragendenRechten ausgestatteter Adel in größerer Zahl erhalten.

Durchaus rechtlos war der Fremde (got. framaps), den man auchals „Gast" (got. graste = lat. hostis) oder Ausländer (ahd. alilanti, mhd.eilende) bezeichnete 35 . Nur die Gastfreundschaft, die besonders durch denHandelsverkehr hervorgerufen und gefördert wurde, und der internationalepolitische Verkehr führte dabin, auch dem in den Schutz eines Volks-genossen aufgenommenen Fremden (lang, waregang, ags. wcergonga, an.vwringi), unter gewissen Voraussetzungen dem Fremden überhaupt einenRechtsschutz zu gewähren.

§ 10. Das Grundeigentum.

Vgl. Literatur zu § 22. v. Amira 3 191 ff. Brunner l 2 , 81 ff. HanssenAgrarhist. Abh. 1, 1—98. Hennings Agr. Verf. d. alt. Deutsehen 1869. Hoojjs1, 17ff. 41—53. 63ff. 2, 20f. (Hoops, Vinogradoff, v. Schwerin); Waldbäume ü.Kulturpflanzen 1905 S. 483ff. (vgl. Hübner ZRG. 40, 339). v. Inama WG. I 2 ,7ff.; Unters, über d. Hofsystem 22ff.; JBB. Nat.-Ök. 58, 751. Maurer Einl. z. G.d. Mark- usw. Verfassung 1854; G. d. Marken- V. 1856; G. d. Dorf-V. 2 Bde. 1865—66.Meitzen Siedelung u. Agrarwesen 1, 46ff. 131 ff. 151ff. (vgl. Henning Anz. ZDA.25, 225ff. Stutz GGA. 1897 S. 515); Boden u. Landw. Verh. d. preuß. Staates 1,343ff.; JBB. Nat.-Ök. 36, 31ff. Müllenhoff DA. 4, 363ff. Bachfahl Zur G. d.Grundeigentums, JBB. Nat.-Ök. 74, lff. 161 ff. Röscher Ansichten d. Volkswirt-schaft 1861 (Ber. d. Sachs. GW. 1858). Sickel Freistaat 18ff.; Zur germ. VG. (S. 14)40ff. v. Sybel Königtum 2 1—35. Thudichum Altd. Staat 91 ff.; Gau- u. Mark-verfassung 1860. Waitz l 3 , 97—148. M. Weber, JBB. Nat.-Ök. 83, 448ff. 461ff.Wiedemann FDG. 4, 191ff. Zacher Ersch u. Grubers Encyklopädie 1, 64 S. 358ff.— Achenbach Haubergsgenossenschatten 1863. F. Andreae (S. 63) 1, lOf. 175f.Arnold Ansiedl. u. Wanderungen d. deutsch. Stämme 1875. Baumstark Staats-altertümer 714ff. 840ff. 953ff. Beauchet Hist. de la propriete fonciere en Suedelff. v. Below Allg. Zeitung 1903 Nr. 11, 12 Beilage. Bernhardt G. d. Waldeigen-tums 1872—75; Haubergswirtschaft 1867. v. Bethmann-Hollweg Zivilprozeßl,78ff. Blondel Les origines de la propriete, Ann. de l'Univ. Lyon, Melanges Appleton1903. Brandt Tingsretten 1876; Retshistorie 1, 215ff. Crome Hof u. Hufe, Gott.Diss. 1901. Dahlmann G. v. Dänemark 1, 133ff. Dahn DG. 1, 162ff. DelbrückG. d. Kriegskunst 2,38. Erhardt GGA. 1882 S. 1220ff.; Hist. Z. 10, 292ff. FlachL'origine hist. de l'habitation en France 1899. Fleischmann Altgerm. u. altröm.Agrarverhältnisse 1906. Gaudenzi Proprietä in Italia 28ff. Gaupp Germ. An-siedlungen 501 Gierke Genossensch. 1, 53ff. 202ff. 609ff. 675ff. 2, 134ff. 222ff.;

34 Vgl. Tac. Germ. c. 8. 11. 13. 18; Annal. 1, 55; Hist. 4, 12. 28. 79.

35 Vgl. Tac. Germ. c. 21, Agricola e. 28. Plinius Nat. hist. 2, 170.v. Amira 3 146f. Müllenhoff 4, 328ff. Maurer Altn. RG. 1, 364. Hoops 2, 89(u. Below, Lehmann). Goldschmidt Univ.-G. d. Hand.-R. 24f. 34. SchraderSprachvergl. u. Ur-G. 2 505f.; Forsch, z. Hand.-G. 1, 9ff. Jhering DeutscheRundschau 51, 357 ff.