Druckschrift 
1 (1899)
Entstehung
Seite
36
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darauf schliesscn, dass die Verbindung schon vorherzwischen den beiderseitigen Vätern eine abgemachteSache war. Trotzdem war Dürers Ehe eine durchausglückliche, alles, was von einer Xanthippe geredet undgeschrieben wurde, hat sich als eitel Verleumdungerwiesen.

Nach seiner Verheiratung trat Dürer wieder alsGeselle bei Wolgemut ein, da ihm ausser der Sorgefür den eigenen Hausstand die Unterstützung dergreisen Eltern und der jüngeren Geschwister oblag.Er hat dort noch drei Jahre gearbeitet: erst 1497 wagteer es, eine eigene Werkstatt zu eröffnen, und kamdadurch bald in die Lage, ausgiebiger für seine Familiesorgen zu können. Knapp genug mag es freilich inden ersten Jahren noch hergegangen sein, besondersals nach des Vaters Tode Dürer allein den Unterhaltaller zu bestreiten hatte. Noch im Jahre 1506 klagt erin einem Briefe aus Venedig: ..Für mich selbst würdeich freilich nicht verderben, aber viele zu ernähren, istmir zu schwer, denn niemand wirft sein Geld weg."Sehr ernst ist diese Klage wohl nicht zu nehmen, dennder zweite Aufenthalt in Venedig brachte Glück, und

20. A. Dürer. Randzeichnung aus dem Gcbetbuche Maximilians I.

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