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Reinhard von Bocholtz, 51. Abt des Klosters Corvey.
Zu den vorhin erwähnten sieben Adeligen gehörte auch Reinhard von Bocholtz, der 1548 Aufnahme fand. 0 )Das Kloster gab ihm die Mittel, 1549 in Cöln seine Studien fortzusetzen, während seine Familie ihn vernachlässigte.')1555 wählte ihn das fürstliche Kloster Corvey »zu seinem (51.) i\.bte; er regierte dreissig Jahre und starb 25. Mai1585. Es liegen von ihm folgende Urkunden vor mir: 1556 belehnt er den Caland zu Warburg in der Person desJohann Bolten mit einer Hufe Landes zu Wepelde; Zeugen sind Joist Scheppeler, Pater zu Beringkhusen, JohannGrympe, Senior des Caland, Christoph von der Lippe, Priester zu Godelheim und Georg Kramer, Secretair. 1567belehnt er Christoph von Falkenberg, als den Aeltesten, für sich und dessen Vettern Jaspar, Christoph, Wilhelm,Burkhard und Ludolph von Falkenberg, Söhne des verstorbenen Wedekinds von Falkenberg, mit einem Gute zuWurgassen (Waygessen). 1567 verkaufte er sechs Höfe zu Beverungen an Jost von Falkenberg, Droste zu Blankenauund dessen Frau Magdalena, endlich 1582 belehnt er Burkhard, Sohn des f Joist von Falkenberg, mit einemHofe zu Twissene.
Andere Nachrichten über ihn, sein Abtssiegel und sein Privatsiege], so wie seine Handschrift und ein vonihm geschlagener Thaler sind bereits anderswo mitgetheilt. 8 ) Das vorstehende Bildniss ist nach dem Oelgemälde,welches sich in der Reihe der Aebte zu Corvey findet.
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Eine andere namhafte Person ist Jelis oder Aegidius von Bocholtz (Generation XII.), er kommt zum erstenMale 1607 vor, wo er mit seinem Bruder Johann ein Darlehen quittirt; 1609 vermachte ihm Godfried von Bocholtz,Domherr zu Lüttich, sein dortiges Haus. Nachdem er hierauf zur Vollendung seiner Ausbildung sich nach Rombegeben hatte, wo er 1612 im Collegium Germanicum studirte, dann 1613 zu Lüttich aufgeschworen wordenwar und im selbigen Jahre mit seinen Geschwistern die elterlichen Güter getheilt hatte, empfing er 1614 gegen 300Thaler eine Domherrn-Stelle in Lüttich; 1623 vollzieht er Geld- und Pachtgeschäfte, wird 1624 Vollstrecker desTestaments der Elisabeth von Eyl, inventarisirt 1624 die Mobilien des Hauses Bocholtz, wird 1625 Propst zu St.Paul in Lüttich und als solcher besonders vereidet, erwirkt mit seinem Bruder die landesherrliche Erlaubniss, dasStammhaus Ingen Hove theilen und veräussern zu dürfen; ist 1680 Domscholaster und Vollstrecker des Testamentsder Maria von Bocholtz, entschlägt sich 1635 wegen Amtsgeschäften der Verwaltung der Güter seines Vetters Arnoldvon Bocholtz, theilt 1641 die Wohnung in Haus Ingenhoven mit seinem Bruder Johann, ist 1634 Domdechant zuLüttich, und wird mit Gut Broek belehnt; testirt 1649 3. April, will zu Lüttich im Dome neben seinem OheimGodfried von Bocholtz, Dechanten begraben sein. Sein Erbe ist sein Bruder Johann von Bocholtz, Domherr zu
») II. 137 Nr. 135. — ') Kr vergalt es mit Gutem, II. 147, 165. — 8 ) II. S. 137, 152, Tafel II. Nr. 3, 4, 8.