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*TegeIen, Dorf bei Vcnlo. F. röm. Gegensliinde.
*Teruanna: Therouenne. W. 188, 119, 123. Itin. Peilt.
*Tetz, Dorf bei Jülich. F. Inschriflcn. R. 77 bis 81.
Teucera: Tievres. Peut. W. 123.
Teudurum: Tüderen, Dorf bei Süstersn. W. 189. F. röm.Allerlhiimer, namentlich 1635 und 1830 eine grosse An-zahl silberne und goldene Münzen, unter anderen vonKaiser Majoran. B. Jahrb. 111. 83. Vllj 179. Quix Burt-scheid 17. Die Strasse von dort auf Coriovallum gingÜber Milien. B. Jahrb. 111. 84. Siehe jedoch Guillon,Ebenda 210. Den Haupthof zu T., womit das PatronatÜber die dortige Kirche verbunden war, besass 1104 dieSiegburger Propstei zu Milien.
Teutoburgium soll Duisburg sein, siehe diesen Artikel.
*Tevern bei Geilenkircherf. F. Germanische Urnen, Gräber.R. 75. Desgl. bei dem nahen Neuenhagen. R. 76.
Thcodonis Villa: Thionville W. Peut.
Till, Dorf bei Calcar. F. Gräber, Gebaudereste. Seh, 46.
*Titz, Kreis Jülich, soll von Titus gegründet sein. F. röm.Denksteine, Münzen.
*Tiberiacum: Civerich und Bergheim, Itin. Peut.
Tolpiacum: Zülpich; hier in finibus agri'ppinensium , wurdedie beste Cohorte des Civilis durch die List der Cölnernach einem Festmahle in ihren Wohnungen verbrannt.Tac. IV. 79. F. Viele röm. Denkmale. B. Jahrb. 1. 106seq. V. 340. XU. 42. Meilenstein. B. Jahrb. XXllI.81. Broix, Tolbiacum. Neuss 1842, 8°. St. Insc. 11.127. Die Strasse von dort direct auf Cöln (Weyerthor)in gerader Linie ist noch jetzt vorhanden.
Trajectum Mosae: Mastricht, nicht zu verwechseln mit fol-gendem :
Trajectum: Utrecht, Itin. auch Trajectum vetus. B. Jahrb.IX. 17. St. Insc. 11. 159.
Treviris oder Treviroruin Civitas: Trier. Pomp. Mela 111.2. Geogr. Rav. IV. 26. Am. Marc. XV. 11. Itin. Peut.Quednow, röm Alterthümer zu Trier. St. Insc. 11. 87.
Tricesima, siehe Castra Ulpia.
Turnaco: Tournai, Dornick, vormals auf dem linken Scheide-ufer. Itin. Peut. F. Münzen, Waffen, Denksteine.
Twisteden bei Geldern. F.Strasse und Alterthümer. R. 70.
*Ubbergen bei Nynrwegen. F, Statue des Mercur mit In-schrift auf dem Piedestal. B. Jahrb. Vll 58. Ebenda X.
65. Seh. 104. Janssen, Oudheidkunde Med. IV. Bl.364, 397. Schneider 28. R. 346.
Derdingen, siehe Castra Hordeonii.'
Vada: Wageningen, auf dem rechten Ufer, nahe am Flusse,Tac. hisl. V. 20, 21.
Valkenburg bei Süsteren. F. römische Münzen, Ziegel,Gefässe, auf der Höhe Ravensbusch, vielleicht das römischeCoriovallum.
Velp bei Arnheim. F. Münzen von Constantin bis Hono-rius, Schmucksachen. Janssen, Over de gouden Hals-banden en Ringen te Welp gevonden. 1851, 8°.
Verbinum: Vervins. W. 91, 92.
Vinco. Itin. zwischen Coblenz und Neumagen nach TrierW. 69. Zweifellos irrig statt: Bingio, Bingen.
Virodunum: Verdu'n. W. 172. Itin.
Vironum, siehe Viroviacum.
Viroviacum, auch Vironum: Werwyck. Itin. W.
Vodgoriacum: Waudre. W, Itin.
Vosauia: Oberwesel. W. M. Peut.
Vosoborgiacum Peut. oder Vodgoriacum: Waudre W.
Vrasselt in der Düffelt. F. Altgermanische Urnen, Münzen.B. Jahrb. IX. 37.
Vungo vicus: Vunc oder Vonc-Terron an der Aisne. Itin.
*Wachendorf in der Eifel. F. Mauerreste, Münzen.
*Wachtendonk, Stadt bei Geldern. F. Ziegel der XX11.Legion, Thongefässe. R. 70.
*Wanckum bei Wachtendonck. F. römische Gegenstände.
*Weissweiler bei Jülich. F. röm. Ära. St. Insc. 11. 47.B. Jahrb. 1. 124. 1793 mehrere römische Alterthümerausgegraben. 1178 Witzwilre mit hoher Gerichtsbarkeit.
*Weyden bei Cöln: ad Salices. F. grossartiges römischesGrab mit vielen Kunstsachen, namentlich einer Pudicitiaaus einem Chalcedon 1843 im April entdeckt: Schneiderüber das Grabmal in Weyden, 1843, 8°. B. Jahrb. 111.134. V. 415. Weyden im Mittelalter Sitz eines Ritter-geschlechts. Fahne, Gesch. der Cöln. Geschl. 1. S. 456.
Weyden, Dorf bei Aachen. F.Inschriften. St. Insc. 11. 51.
*Weze. F. Altgerm. Urnen. B. Jahrb. XL 37.
Wichelhof bei Bonn. F. Inschriften, Gebäude etc. St.Insc. 11. 77.
Worringen. M. 314. St. Insc. 11. 42.
Xanten, siehe Colonia Trajana.
Wegen Endigung der Ortsnamen ist zu bemerken: magus entspricht der Endung heim oder ingen, I0 )d. h. Niederlassung einer (Geschlechts-)Genossenschaft, vielleicht mit dem altdeutschen Worte Magen zusammenhängend,welches bekanntlich Verwandtschaft heisst. Brica, briva, briga heisst Brücke, oder Uebergang über einen Fluss,z. B. Sommarobriua, welches Amiens ist, heisst Brücke, Uebergang, über die Somme. Acum entspricht dem spätemach in Roschach,- Cursach, Sisach u. s. w. und möchte, wenn es auch nicht von dem Celtischen Worte: Ach, d. h.Acker, herzuleiten ist, doch einem ähnliehen Begriffe entsprechen. Am Niederrhein ist dieses acum zu ich geworden,z. B. in Zülpich, Jülich, Civerich, Sintzig, Gressenich, Lobberich, Wittlich, LöVenich u. s. w. Durum, vielleichtgleichbedeutend mit Dunum, erinnert an das altdeutsche Wort Dum, d. h. Thurm; Varia ist Ueberfahrt.
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9. Der Weinbau.
Am Rhein und an an der Mosel gab es vor der römischen Herrschaft keinen Weinbau. ') Wie undwann später die Verpflanzung der Rebe nach diesen Gegenden erfolgt ist, darüber fehlen die Berichte. Culturgemässist sie von den römischen Ansiedlem bewirkt und hat nach und nach mehr Ausdehnung gewonnen. Nur von Kaiser
io) Man hat in der Endsilbe ing den Ausdruck für: abstammend von einem gemeinsamen Stammvater finden wollen, wie beiden Griechen in dem ides, bei Heraklides, Alkmenoides, und dafür angeführt, dass die Nachkommen des Meroveus: Merovingef, Carls desGrossen: Carolinger heissen; (man hätte vielleicht auch noch die Ägilolfinger anführen können) allein so richtig es zu sein scheint, dass indem ing das Gehörig zu etwas ausgedrückt wird, wie z. B. in Edeling, Fremdling, Nachkömmling: zu dem Edlen, Fremden, Nachkommengehörig so ist es doch zu enge genommen, wenn man dabei nur an ein Abstammungsverhältniss denken will.
Fahne, Bocholtz I.
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