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Grenzen werden unten näher besprochen werden; hier nur noch die Bemerkung, dass Grevenbroich durch zweiEinwohner berühmt ist, durch Teschenmacher, der dort seine Annales Juliae Cliviae Montium schrieb und durch denMaschinenfabrikant Ulhorn.
Horst. Unter diesem Namen gibt es- viele Schlösser und Rittersitze, von denen drei in der niederländischenGeschichte hervorleuchten: Horst bei Rhenen, auch Ober-Horst, ein festes Schloss der Bischöfe von Utrecht, >) Horstan der Vechte, auch Nieder-Horst und Horst auf dem linken Maasufer, jetzt dem Grafen von Westerholt zu Westerholtgehörig. Letzteres war einst Eigenthum der Bocholtz. Es sind mir die Archivalien dieses Sitzes in Aussicht gestelltund gedenke sie im Verlaufe dieses Werkes mittheilen zu können.
66—73. Höfe in Hildesheim, Lüttich, Mainz, Münster, Paderborn, Venlo, Warburg
und verschiedene andere Besitzungen.
Es wurde seit dem dreizehnten Jahrhunderte immer mehr und mehr Sitte, dass die auf dem Lande befind-lichen reichen Klöster und wohlhabenderen Geschlechter sich Absteigequartiere in den ihnen zunächst gelegenengrösseren festen Städten erwarben, welche, nach dem lateinischen Worte Curia, Curien oder Höfe genannt wurden.Und so finden wir denn auch von dem hier in Rede stehenden Geschlechte Bocholtz mit den drei Leopardenköpfen,dass sie in Hildesheim, Lüttich, Mainz, Münster in Westphalen, Paderborn, Venlo und Warburg ihre Absteigequartierebesessen haben. In Hildesheim ist das Haus noch vorhanden und ein Muster mittelalterlicher Bauart; es diente dieses,sowie das zu Lüttich, Mainz und Paderborn hauptsächlich den Söhnen dieses Geschlechts zur Wohnung, welche mitDompfründen ausgestattet wurden und bei ihrer Domkirche zu residiren pflegten. Zuweilen auch waren diese Häuser,sowie die zu Warburg und Venlo, Sitze der Wittwen.
Der Hof zu Münster in Ueberwassers-Layschaft, 2 ) von der Jüdefelder-, Kuh- und Grabenstrasse begrenzt,mit drei Morgen Garten und einem, von dem Baumeister des dortigen Schlosses erbauten Hause, welches eine Sammlungtrefflicher Oelgemälde enthält, ist von dem jetzigen Grafen Dicdrich, Stammhalter der älteren Bocholtzer Linie(Bocholtz-Alme), gekauft und mit 1600 Morgen Wald zu Brabeck, 1070 Morgen Wald zu Osterwald, beide im KreiseMeschede, Regierungsbezirk Arnsberg, zu dem von ihm errichteten Familien - Fideicommisse gesclüagen, welchesausserdem, durch seine Bestimmungen, die früher aufgezählten 11,500 Morgen der Herrschaft Alme, 4000 Morgender Herrschaft Niesen, 2500 Morgen zu Störmede und Anröchte, 2300 Morgen zu Menzel und Effelen, 350 Morgenzu Nettelnstedt und 160 Morgen zu Stege, im Ganzen 23483 Morgen, enthält.
Von anderen Besitzungen und Lehnen, namentlich von dem „Lecker Lehn" zuBrebbern, im Amte Brüggen,vormals zur Mannkammer Born gehörig, von dem „Stockumer Hofe" zu Wehr, Amt Brüggen, einst Lehn von Milien,dem „Lohbuscher Lehn" im Kirchspiele Waldenrath, vormals von der Mannkammer in Heinsberg abhängig, von dem„Hundslehn", nach Caster lebnpflichtig, und so weiter, werden im Laufe der gegenwärtigen Geschichte nähereNachrichten ertheilt werden.
') Hiervon spricht weitläufig H. F. v(an) H(eussen) Uistoria Episcopatuum Foederati Belgii. Antverpiae 1733 fol. Tom. I. S. G42— 2 ) Die Stadt Münster wird nach Layschaften eingetheilt, wofür die lateinischen Urkunden das Wort Legio gebrauchen. Laysehaft ist dieLatenschaft, Communio Litonum; in diesem Sinne kommt das Wort auch in Bd. II. S. 95, Nr. 81 dieses Werkes vor.
Fahne, Bocholtz I.