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91. Stift Heerse und Henrich Diedrich von Niehausen vergleichen sich über die jährliche Pacht, welcheLetzterer von den unterhabenden 10 Hufen Sliftsgründen zahlen soll; sie wird festgestellt auf 10 Malter Hafer, 10 Hühner,10 Stiege Eyer und 30 Schillinge Hufegeld. Geschehen Dringenberg, 8. September 1614.
92. Johan Herman Spiegel bekennt seinem Schwager Rötger von Hürde, Deutsch Ordeuscomthur zu Greiffstadt500 Reichsthaler zu schulden. Geschehen Warburg, 19. Januar 1615.
93. Vergleich zwischen Kloster Gehrden und Henrich Diedrich von Niehausen wegen ihres SammtcolonatsRötger Gebeit's selig, jetzt Kaysers Gut zu Niehausen. Geschehen Dringenberg, 4. September 1619.
94. Bernd v. Haxthausen und seine Frau Catharina bekennen von Henrich Diedrich v. Niehausen 100 Rthlr.zu 6 % empfangen zu haben 1623 Martioi (11. November).
95. Philipp Kleinsorg, Dechant der Collegiatkirche st. Petri et Andrae zu BusdorfT quittirt dem HenrichDiedrich von Niehausen 40 Reichsthaler Capital-Ablage mit 3 Mark Rente, welche er dem Beneficium st. Barbarae etCatharina daselbst schuldete. 1625, 31. August.
96. Otto Henrich von Calenberg quittirt Henrich Diedrich von Niebausen 800 Reichsthaler als Kaufpreis desHauses zum Slern in Warburg. 1628, 15. October.
97. Urtheil des Hofgerichts zu Paderborn, welches Henrich Theodor v. Niehausen gegenüber dem Stifte Heersein gewissen Diensten schützt. 1632, 30. Mai.
98. Eheberedung zwischen Arndt von Brenken, Bräutigam, und Anna Barbara von Nyhusen, ältesten TochterHenrich Diedrich v. N., Braut. Gegeben Paderborn, 29. Juli 1634.'J
Sie erhält 2000 Reichsthaler dos, 1000 Reichsthaler Ausrüstung und Leinewand ete. nach adliger Gewohnheit. Von Seitendes Bräutigams ist anwesend, der ehrwürdige Herr Otto Wilhelm von Oynhusen; von Seiten der Braut Henrich Diedrich von Nyhusen,Symon von der Lippe, Friedrich "Westphal und Eckbrecht Spiegel zum Desenberg.
99. Agatha von Fürstenberg, Wittwe des t paderbornschen Landdrosten Goltschalk v. Haxthausen zu Vürden,nachdem ihr einziger Sohn Cordt v. Haxthaulen, Stiftsherr zu Fritzlar, verstorben ist, und ihre beiden Töchter: I . Catharina,Ehefrau des Henrich Diedrich von Niebausen; 2. Agatha, Wittwe des Friedlich Westphalen, seiner Zeit chuimainzischenOberamtmanns auf dem Eichsfelde und deren Kinder, sowie Anna von Haxthausen vergleichen sich mit der HaxthausenApenburger Linie, namentlich: Eckebrecht, Henrich, Mauritz Elmerhausen v. H. zu Aussei und Christoph Wulf, CasparFriedrich und Eimerhaus von Haxthausen zu Lippspringe, Kinder des f Adam Wilhelm v. Haxthausen, dahin, dass Letztere9000 Reichsthaler zahlen und nach deren Hinterlegung die Vördeschen Güter überwiesen bekommen. Geschehen Paderborn,9. März 1637. 2 )
100. Ida von Bönninckhausen, Domina, und das Kapitel des Klosters Gehrden, verkaufen an Catharina vonHaxthausen, Wittwe von und zu Niehausen, 7 Morgen Wiesen an der Nethe, den Morgen zu 31 Beichsthaler, den Reichs-thaler zu 21 Schillinge paderbornsche Währung. 1642, 24. März.
Die Urkunde besiegelte der Abt von Marienmünster als Yisitator.
101. Georg und Alhard Rabe, Gevetter von Papenheim, Erbgesessene zu Libenau und Stammen ertheilcn alsLehnsherren dem Oberstlieutenant Martin Jobst Sieghard die Erlaubniss, auf den Meierhof zu Lülke Nedern 200 Ducatenvom Rittmeister Hans Georg Siebel aufzunehmen. Geschehen Libenau 1645, 7. Februar.
102. Catharina von Haxthausen, Wittwe von und zu Niehausen, bescheinigt, von den Geldern, welche ihr SohnGottschalk erworben hat, 600 Reichsthaler für die Aussteuer ihrer f Tochter Anna Barbara, Frau von Brenken, und100 Reichsthaler für das Begräbniss ihres Sohnes Jörg Henrich zu 6 °/o aufgenommen zu haben. Geschehen zu Niehausen,1649, 8. October.
103. Friedrich von Niehausen, Domherr zu^Hildesheim, bekennt von seinem Bruder Goltschalk 650 Reichsthalerempfangen und damit von Rembert Diedr. v. Schorlemmer dessen Domcurie zu Hildesheim erworben zu haben. 1652, 16. Sept.
104. Margaretha Elis. Spiegel, Tochter vom Hause Enger, verkauft an Gottschalk von und zu Niehausen(Rittmeister) und dessen Frau Juliana von Eppe für 100 Reichsthaler ihren Erbmeicr Henrich Resing zu Eisen, welcherjährlich 16 Scheffel halb Roggen, halb Hafer zu liefern hat. 1658, 24. Juni. 3 ;
105. Friedrich von und zu Niehausen, Domherr zu Hildesheim, kauft von Georg von Horde, Domherrndaselbst, für 1500 Reichsthaler die Obedienz Wittenberg. 1661, 26. Januar.
•) Durch einen Separat-Vertrag vom selbigen Tage versprach der Vater 6000 Reichsthaler dos und Aussteuer.
2 ) In Folge Eheberedung zwischen Gottschalk von Haxthausen und Agatha von Fürstenberg, Tochter des f Friedrich v. F. zuWaterlap, vom 28. Mai 1583, trat Eimerhaus von Haxthausen seinem Sohne das Haus Vörden ab, dagegen gab Caspar von Fürstenberg,Brudrer der Braut, dieser 2000 Goldgulden als dos und eine standesmässige Aussteuer. 1643, 5. Mai wurde obiger Vertrag vom 9. März1637 neu bestätigt, aber, weil die Summe nicht gezahlt, vielmehr mit Zinsen bis auf 10750 Reichsthaler angewachsen war, für diesenBetrag die Hälfte der Yördenschen Güter in Pfandnutzung gegeben: später, 8. Juli 1693, wurde für 12000 Reichsthaler dem Cordt von undzu Niehausen auch die andere Hälfte von Vörden verschrieben. Als Sonntag, 31. October 1694 letztgenannter Cordt starb, ergriffen dessenNeffen Georg und Johann Godfried von und zu Niehausen Besitz von Vörden. Im Jahre 1713, als die Haxthauser Linie zu Aussei mitdem Tode des Paris August von Haxthausen ausgestorben und Apenburg, Vörde und Bökendorf an Rabe Jobst von Haxthausen, als Seniorder Familie gefallen waren und dieser die Einlöse von Apenburg und Vörde durchzusetzen sich vornahm, indessen nur für Apenburg Mittelhatte, cedirte er Vörde seinem Vetter Franz Caspar Philipp von Haxthausen, Domherrn und dessen Bruder Johann Friedrich v. Haxthausenzu Wolda, welche 4. December 1714 die Hälfte von Vörden mit 12000 Reichsthaler von Georg von Niehausen einlössten.
3 ) Es liegen viele solcher Kauf- und Dahrlehnsacten der gedachten beiden Eheleute bis 1666 vor, welche bekunden , dassihre Vermögensverhältnisse sehr gut waren. Aus einem derselben, worin die von Amelunxen den Zehnten zu Borgentreich verkaufen, istein Prozess entstanden, der bis 1780 gedauert hat und über die Familie Amelunxen manche Aufschlüsse gibt.
Fahne, Bocholtz Z 3S