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24. Peter Roynck, Krämer zu Rüden, verkauft an Joh. Melchior von Meschede einen halben Hof zu EfFelen.1624, 23. December.
25. Christoph Noggeraidt und Marg. Reichmachers, Eheleute zu Brilon, verkaufen an Johan Melchior vonMeschede 10y 3 Morgen zehntfreien Erblandes zwischen Effelen und Mentzel. 1622, 31. Januar.
26. IJerman Philipp v. Dalwig zu Tillig und seine, am 15. dieses Monats zu Sachsenhausen mit ihm verheiratheteFrau Elis. Marg v. Gaugreben vergleichen sich mit Philipp Hilbrand und Rab. Schoneberg v. Gaugreben, den Brüdern derLetzteren, wegen der Güter zu Effelen, welche ihnen durch Maria von Imbsen, Äbtissin zu Geseke, vererbt sind, dahin,dass jenen 2000 Gulden zu 3 Kopfslücke als Heirathsgut ausgezahlt werden. 1623, 17. Mai zu Sachsenhausen.
27. Raban Schoneberg Gaugreben zu Godelsheim protestirt beim Officialat zu Werl gegen vorgenannte Eheleutev. Dalwigh, dass Letztere die streitigen Güter zu Effelen nicht au Joh. Melchior v. Meschede verkaufen sollen. 1624, 8. März.Gedachter v. Meschede deponirt hierauf die Kaufgelder 2600 Thlr. für jene Güter beim Gerichte zu Rüden. 1624, 18. Nov.
28. Catharina von Affelen, Wittwe Flashaer, und ihre Miterben verkaufen ihren, für 18 Müdde hart Korn,12 Müdde Hafer und zwei Tage Pferdedienste an Johann Bojsteke verpachteten Hof zu Effelen dem Johauu Melchior vonMeschede. 1624, 1. December.
29. Die Einwohner von Effelen verkaufen, zur Abwendung der ihnen bei dem braunschweigischen Ucberfalleangedrohten Feuersbrunst 3'/ 2 Morgen Land an Johan Melch. von Meschede. 1625, 30. Mai.
30. Peter Hacken zu Effelen verkauft 5 Morgen Erbland daselbst den Minorennen v. Meschede. 1629, 23. April.
31. Ludwig von Stockhausen, Richter zu Calle und Remblinghausen, und seine Frau Anna Josina Westphalen,verkaufen ihren Schenkenhof zu Effelen an Died. Epping, Kaufherrn zu Lippstadt. 1665, 7. October.
32. Died, Epping, Bürgermeister und Kaufmann zu Lippstadt, erhält vor dem Gerichte zu Rüden, für eineFordet ung von 6797 Reichsthaler an Wilh. Rötger v. Meschede, statt der Zinsen 26 Malter harten Korns aus dem Zehntenzu Effelen und 26 Reichsthaler aus der adligen Meyerei zu Effelen angewiesen. 1681, 1. Juli.
33. Die Erben v. Meckenheim verkaufen dem Wilh. Rutger v. Meschede ihren Nüsenhof zu Effelen. 1683, 10. April.
34. Diedrich Kunst zu Effelen ve>kauft seinen Binnerhof daselbst an Willi. Rutger v. Meschede. 1688, 20. Oct.
35. Nicolaus Becker zu Bielefeld und seine Frau Eva Epping verkaufen ihren Antheil an Frischenhof zuEffeln an Franz Godfrid von Meschede, 1689, 28. Juni,
36. Vergleich zwischen dem paderbornschen Geheim-Rath und Obermarschall Theodor Werner, Freiherrn vonBocholt7, und der Wittwe Freifrau von Kerkerink zu Sunger, geborene v. Bruch. Der Erblasser des Ersteren, Died. Adam,Fieiherr von Meschede, hat durch Testament, seiner Frau, einer Freiin von Bruch, das Haus Effelen mit Zubehör zuwillkühtlicher Benutzung testamentarisch hinterlassen und ist in ihre Rechte ab inlestato deren Schwester, die obige Wittweeingetreten. Damit nun Haus Effelen nicht entfremdet werde, räumt von Bocholtz der Wittwe dasselbe zum lebens-länglichen Genuss ein, gibt ihr eben so lange jährlich 300 Thaler und stellt 10,000 Thaler zu ihrer freien Verfügung,dagegen verzichtet die obige Wittwe auf alle ihre Rechte an Effelen. 1769, 22. Februar.
15. Flamersheim.
Flamersheim, oder Flamcrsdorf, wie es Seite 55 II. Bandes d. W. heisst, ist ein sehr alter Ort und wirdin den lateinischen Urkunden Flametum genannt. Es lag im Bipuarischen Gaue, gehörte anfänglich den deutschenKönigen, welche daselbst einen Pallast hatten. Im Jahre 870, als Ludwig der Deutsche auf einer Reise zu seinemStiefbruder, Karl dem Kahlen, dort, um zu übernachten, einkehrte, stürzte der Saal zusammen; der König brach zweiRippen. Von den Carolingern kam die Herrschaft Flamersheim, welche aus den Dörfern Flamersheim, Kirchheim undPalmfersheim und dem Flamersheimer Walde bestand, an die Pfalzgrafen, die zu Tomburg (939—1048) wohnten. VonPfalzgraf Otto (f 1047,) fiel sie auf den Erzbischof Hermann H. von Cöln, (f 1056,) der sie der von ihm gegründetenKirche Mariae ad Gradus in Cöln schenkte. Von dem Stifte gelangte der grösste Theil von Flamersheim, ') wie esscheint durch Kauf, an die Herren von Tomburg. Die Flamersheimer Burg kam in den Besitz einer Familie, welchesich von Flamersheim nannte; ihnen folgten die von Ringsheim, welche schon 1358 die Burg besassen, dann dieCrümmel, Eynatten, Palland, Quad, Dalwig und Vincke zu Ostenwalde. Von Letzteren kaufte sie in diesem JahrhundertWeckhecker. Das Gut Flamersheim, von dem in dieser Geschichte die Rede ist, wird ein Burgmannssitz daselbstgewesen sein. Solche und geringerer Lehne gehörten mehrere zu Flamersheim. Viele darunter geben uns Aufschluss überdas frühere Hofwesen unter den Carolingern, z. B. das Huppelingslehn, dessen Innehaber verpflichtet war, die Fröschezum Schweigen zu bringen, wenn der Lehnsherr dort wohnte, damit sein Schlaf nicht gestört werde. Ein andererMinisterial musste die Fliegen verjagen, damit sie die Speisen nicht verunreinigten, (per apta ad hoc instrumenta,vulgo Fleegenwedel.) Die Urkunden des Stifts ad Gradus geben hierüber, sowie über manches Andere Auskunft.
') Vielleicht war dieser grössere Theil, namentlich die Burg, oder frühere Königspfalz, nicht in der Schenkung begriffen, oderwohl gar nicht auf die Pfalzgraten übergegangen!