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<>. Sitz Berge.
Berge, von dem hier die Rede ist, liegt im Kreise Lippstadt, vormaligen churcölnischen Amte undGerichte Erwitte, ist ein Kirchdorf von 268 katholischen Einwohnern mit 42 Wohn-Gebäuden, 3 kirchlichen und38 landwirtschaftlichen Gebäuden und macht mit Anröchte einen Steuer-Verband aus. Das Patronat über die Kirchedes Pfarrdorfes Berge besass von Altersher die Familie v. Meschede; es scheint mit dem Haupthofe daselbst verbundengewesen zu sein. Die Urkunden des Archivs Ahne liefern folgende Nachrichten.
1. Bernd, Herr zu Büren, belehnt Gert von Meschede in Mannsstatt mit dem Hofe zu Berge. 1515, upMaiidach na sunle Agnetis Virg. (22. Januar..)
2. Diedrich von Meschede, Domherr zu Münster, als Gutsherr, genehmigt die Hilligsnoüen (Heiralhsvertrag)zwischen Toniges Morkedes und Alheid Hanemans zu Berge. 1533, Donnerstags na dem Sundage sepluagesimo. (13. Febr.)
3. Johann, Herr von Büren, belehnt Gerdt von Meschede mit dem Hofe zu Berge und räumt der Ehefrau desLetzleren, seiner lieben Wasen, die Leibzucht daran ein. 1550, Montag nach Assumlionis Mariae virg. (18. Augusl.)
4. Der Ofllzial zu Soest, als Archidiacoual, investirt den Priester Godfrid Symons aus Anröchte, welcher vonMeynolph von Büren als weltlichen Patron präsentirt ist, mit der Pfarre zu Berge. 1561, 17. April.
5. Caspar von GrafTen verkauft für 20 Thaler den Provisoren der Kirche zu Berge eine Rente von einemThaler. Zeuge ist Ludolph von GrafTen. 1565, dominica tertia Adventus. (16. Deceinber.)
6. Erzbischof Salentin von Cöln gestattet dem Gerdt von Meschede, bei dem Dorfe Berge eine Mühle anzulegen,sofern diese dem Erzstifte nicht nachlheilig ist. 1576, 14. April.
7. Henrich von Meschede schreibt seinem Bruder Christojjh, dass der Abt zu Graffschafft und einige Adlichegegen die Erlaubniss des Fürsten und der Herren von Büren zur Anlage einer Mühle protestirt haben, 1576, 15. Juli.
8. Johanu, Edelherr von Büren, als Aeltester des Stammes die Lehnshand führend, ertheilt seinem OheimPhilipp von Meschede einen Muthschein über den Hof zu Berge. 1581, 2. Mai.
9. Joachim, Edelherr zu Büren, überträgt seine Erbländereien vor dem Dorfe Berge, Gogeiicht Erwitte, dieJohan Konen zur Zeit in Nieshraurh hat, dem Philipp von Meschede und dessen Frau Ursula, geborene von Büren. ] 592,uf Martini Episcopi et conf. (11. November.)
10. Derselbe Joachim schenkt erblich den gedachten Eheleuten, seinem Schwager v. M. und seiner Schwester, ausbewegenden Ursachen, das Patronat und die Collation der Pfarre Berge, Gogericht Erwitte, welche der Stamm Meschedeschon fi über ZU Lehn getragen, aber wegen nicht gehörig nachgesuchter Investitur verloren hat. Am Tage wie vorher.
1 I. Anna Boelen, Wittwe des Freundt von Erwitte, Johann Adrian und Anna Boelen, Geschwister, zu Erwitteund zu Westerenkolten wohnend, verkaufen dem Philipp von Meschede, Drosten zu Anröchte, und dessen Frau Ursula,Erbtochter zu Büren, ihren Hof zu Arde}' nebst 50 Morgen Land, in und um Dorf Beige gelegen und dem Bischöfe vonPaderborn mit 9 Müddä Hafer pachtpflichtig. 1594, 13. März.
12. Das Kapitel der Collegiatkirche St. Patroclus zu Soest zeigt dem Drosten Philipp von Meschede an, dassder Hof, den er von der Wittwe Freundt von Erwitte gekauft hat, ihm mit 60 Goldgulden Kapital und 3 GoldguldenRente verschrieben und zum Stifte Paderborn amtshörig sei. 1603, 22. Januar.
13. Diedrich, Bischof von Paderborn, genehmigt den Verkauf des Hofes zu Ardev bei Berge (obtn Nr. 11).1604, 6. Mai.
14. Elisabeth, Edelfrau zu Büren, Wittwe, belehnt für sich und ihren Sohn Moritz, den Johann Melchior vonMeschede mit dem Hofe zu Berge. 1611, 26. September. Später werden belehnt: 1656, 15. März Jobst Philipp vonMeschede, durch Moritz, Frei- und Edelherrn zu Büren, Herrn zu Ringelsteiu, Volbrexen und Geis; 1663, 1. Oct. derselbedurch Wilhelm, Frei- und Edelherrn zu Biiicn und Ringelstein, von Schenking, Herrn zu Beveren und Pater Albertus,Priester der Gesellschaft Jesu; 1669, 9. Dec. Ferdinand Melchior von Meschede, in Folge Tod seines Vaters vom 18. Aug.1667, durch Dorothea Marg., Frei- und Edelfrau zu Büren und Ringelstein, von Schenking, geborene von der Malsburg zuHohenborn, Wittwe und Vormünderin ihres Sohnes Ferdinand Otto und durch die Gesellschaft Jesu; 1668, 2. Mai WilhelmBötger von Meschede, durch Ferdinand Otto, Frei- und Edelherrn zu Büren und Ringelstein, von Schenking, Herrn zuBeveren und durch die Gesellschaft Jesu; 1669, 13. Juli derselbe Wilhelm Rötger von Meschede, durch die GesellschaftJesu, welche von da ab alleinige Oberlehnsherrin ist, und belehnt: 1707, 2. August, 1731, 9. Juli, 1752, 17. April, 1756,5. Juli und 1763, 16. Mai Johann Diedrich Adam von Meschede; endlich 1771, 25. Februar Theodor Werner, Freiherrv. Boiholtz, Paderb, Oberhofmarschall, geheimen Rath und Drosten, ex nova gratia nachdem Franz Joseph von Meschedezu Langenau, als Letzter seines Namens und Stammes, gestorben ist. Hierauf erscheint Wilhelm Anton, Bischof von Paderbornals Lehnherr und investirt 1777, 12 August, Theodor, Werner, Freiherrn von Bocholtz mit gedachtem Hofe zu Berge.
15. Sämmtliche Eingesessenen zu Berge bitten Wilhelm Rölger von Meschede dem Christoph Wrede, Vicar zuMeirich, die Pastorat zu Berge zu verleihen, 1681, 26. Januar,
V.~ 8. Beringen und Bessel.
Beringen , Dorf und Burg, jetzt mit 800 Einwohnern, in dem vormaligen Bisthum Lüttich, 3 '/ 2 Stundenordwestlich von Hasselt. Zur Zeit der französischen Herrschaft gehörte es zum Departement Untern-Maas (Meuse-Infe'rieure), Bezirk (Arrondisscment) Hasselt und war Cantonshauptort.
Bessel, Dorf, jetzt mit 1000 Einwohnern, zwei Stunden von Iloermund, auf dem rechten Maas-Ufer,vormals zum Herzogthum Geldern gehörig, zur französischen Zeit im Departement Untern-Maas, ArrondissemenfRoermund gelegen.