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54. Wilhelm von GrafFen verpfändet mit Genehmigung seines Schwagers, Henrich von Mallinkrot, für 45Reichsthaler dem Goidt Besten zu Anföchte 4 Morgen Landes daselbst; es unterschreiben auch Rötger von Horde', Drösle,Schwager, und Johann von Bredenol, Veiter. 1592, Freitag nach Allerheiligen. (5. Nov.) Am 20. August 1603überlrugGoert Besten genannt Hesse mit seiner Frau Ursula seine vorstehende Pfandschaft auf Philipp vou Meschede Churcöln.Ruth und Drosten.
55. Wilhelm von GrafFen zu Anrechte verschreibt seinem Vetter Johann Bredenol, Bürger zur Lippe, für 100Reichsthaler, welche derselbe für ihn vom Peter Pulsz, Bürger zur Lippe, aufgenommen hat, um damit den Discussions-Prozess über sein Haus und Gut Deckung aufzuheben, 9 Müdde Korn jährlich aus seinen Gütern. Es unterschreiben auchseine Vettern: Rembert von Bredenol zu Rade und Alhard von Horde zu Schwarzenraben. 1595 23. Mai.
56. Anna Strick, Wittwe des 1594 gegen Michaelis verstorbenen von GrafFen zu Vörde, ersucht den Drostenzu Anröchte, die von Graffen'schen Güter für 200 Thaler und 13 Müdde Korn, welche ihr verstorbener Mann zu fordernhat, und zu deren Zahlung sich die ve storbenen Göddert und Diedrich von GrafFen, Brüder ihres Mannes, sowie die einzigejetzt ebenfalls verstorbene Tochter des Diedrich von GrafFen, Ehefrau des Victor Walraue zum Gronenberg, verpflichtethaben, mit Arrest zu bestricken, und bemerkt dabei, dass auch Wilhelm von Graffen, des genannten Walram Schwager,kürzlich ohne Erben gestorben sei, und von den GrafFen nur ihre Kinder am Leben wären. 1596, 20. März.
57. Erzbischof Ernst gestattet dem Philipp von Meschede zu Alme, auf seinem Giunde und Boden, zwischenAnröchle und Berge, eine Windmühle anzulegen. 1596, 20. Nov.
58. Joachim von der Berswordt überträgt vor dem Gogerichte zu Erwine an Philipp von Meschede undUrsula von Büren 300 Thaler Kapital und 24 Thaler rückständige Zinsen, welches Kapital Diedrich von Graffen zu An-röchte 1572 von Adrian Luerwald empfangen, Letzterer 1575 an Conrad von der Berswordt und dessen Frau Catharinaübertragen, und Joachim von Letzteren, seinen Eltern, geerbt hat. 1602, 2. März.
59. Das Gogericht zu Rüden immittirt auf churfürstlichen Befehl den Drosten Philipp von Meschede aufGrund vertragsmässigen Vorkaufsrechts und für vorgescho-sene Gelder in folgende von GrafFensche Güter: Das Gehölz„die Rüthe" , eine Wiese und das verfallene Sommerhaus im Huissmanns Thale an der Südseite der Beck. 1602, 29. März.
60. Der Görichter zu Erwitte immittirt auf Grund churfürstlichen Befehls den genannten Drosten in die, imGogericht Erwitte gelegenen Güter des verstorbenen Wilhelm von GrafFen, namentlich in mehrere LändereL.i und den Hofdes verstorbenen Diedrich von GrafFen zu Anröchte. 1602, 16. Juni.
61. Unheil des cölnischen Offizialatsgerichts zu Werl in den Discussionssachen des Diedrich und Wilhelm vonGrafFen, Valer und Sohn. Es werden darin mehrere Güter verschiedenen Creditoren für ihre Forderungen zuerkannt, unddie übrigen Güter der minderjährigen Tochter des Victor Wallraue als Erbin zugesprochen. Philipp von Meschede, Drösle,hat eine Forderung von 1120 Reichsthaler 10 Schillinge. Der Familie von Meschede wird das Recht vorbehalten, die denGläubigern zuerkannten Güler an sich zu lösen. 1603, 26. Sept. *)
62. Erzbischof Ernst von Cöln und Philipp von Meschede vertauschen eine Wiese zu Meschede gegen eineKotlenstette bei Anröchte. 1606, 12. März..
63. Cath. von ZeiszeUj Wittwe von Hanxleden zu Ostwick mit ihren Söhnen: Diedrich, Herman, Raban,Jobau und Mordian, verpfändet ihren Eibhof zu Anröchte an Ursula, Wittwe v. Meschede, ihre Schwägerin, für lOOThlr,,womit sie ihre Tochter resp. Schwester Clara Agnes aussteuern wollen. 1609, 6. Juli.
64. Wolter Philipp von Ense zu Westernkotten gestattet der Wittwe des Droslen Philipp v. Meschede, Ursula,Erbtochter zu Büren, den Gebrauch des, auf dem Kirchhofe zu Anröchte stehenden, verfallenen Ensescheii Erbspeichers, dendie Wittwe, mit Genehmigung seines Vaters Henrich von Ense, ausgebessert hat, bis zur Erstattung der Baukosten von59 Thaler. 1625, 9. Februar.
65. Die Vormünder der Minderjährigen von Meschede verpachten dem Mitvormunde Christoph von Horde zuStörmede und Eringcrfeld das Haus Anröchte und den Graffenplatz auf fünf Jahre für jährlich 200 Thaler; alle Rentenund Intraden sind von der Pacht ausgeschlossen. 1648, 17, Februar.
66. Die Erben von Meschede, namentlich: Mecbtilde, Wittwe von Twiste, geborene von Wolmerinkhausen, undElis., geb. von Wolmerinkhausen, Ehefrau von Hanxleden, verpachten den Dorfschafts-Vorstehern von Anröchte die dortigeSchäferei auf 12 Jahre unter den Bedingungen des Vertrages vom Jahre 1536. 1654. 20. Februar.
Diese Pachtung ist 1682, 1698 und 1732 erneuert.
67. Friedrich Ferdinand von Horde zu Eringerfeld ertheilt den Vormündern der Minorennen von MeschedeQuittung über 1,2,000 Thaler, wodurch seine Pfandschaft auf die AnrÖchter Güter aufgehoben wird. 1703, 12. September.
') In Folge dessen kaufte Philipp von Meschede folgende, aus obiger Discussion herrührende Güter: am 1. und 6. November1603 von Victor Walraue zu Gronenberg G Morgen Wiese im Hausmannsthal; am 31. Januar 1004 von demselben Walraue und dessenzweiter Frau, Anna von Bruyk, und dessen, mit seiner ersten Frau, Maria von Graffen, gezeugten Tochter Maria, für 3000 ReichsthalerHaus und Hof mit Pertinentien zu Anröchte bei der Kirche gelegen, das Gehölz „die Ruthe," die jährlichen Pferde- und Leibdienste ausdem Dorfe Berge und den halben Schäferhof zu Effelen; 1604 11. Juli von Caspar Estinghausen, Gograf zu Olde und Stromberg, für 190Reichsthaler Ländereien; 1640 3. August, von Peter Kleine, Bürger zu Rüden, für 610 Reichsthaler 6 Morgen Wiesen im Hausmannsthaleund 12 Morgen Acker zu Waltringhausen; und seine Wittwe Ursula, geborne von Büren, kaufte: 1607 6. Juli von den Minderjährigen dest Rudolph Rallen, Bürgermeister zu Münster, und dessen Wittwe Engela Averhagen, verschiedene Ländereien zu Anröchte; 1608 23. Februarvon Hilbrecht de Wendt, Wittwe von Pastor Johann von Berninghausen, und Adam, Johan , Elisabeth und Eva von Berninghausen, 5'/ aMorgen Ackerland zu Anröchte; 1609 13. April von Joist Kaie, Bürgermeister zu Lippstadt und dessen Frau Maria 2'/ 2 Morgen 22 RuthenAckerland bei Anröchte; 1609 9. November von Franz von Twiste zu Getter, Heidenrich Koitfoss, Pastor zu Alberslohe, und Anna, Fraudes Wilhelm von Linteloe, deren Anwalt Franz Peick ist, verschiedenes Land zu Anröchte; endlich 1615 20. März von Arndt Schotten,Bürger zur Lippe, und dessen Frau Anna, das Beweisthum zu Anröchte, welches 1557 Jaspar von Graffen seiner natürlichen Tochter Belazum Brautschatz gegeben hat.Falme, Boclinltz I.