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der Tafel 5 präsentirt, und aus weitläufigen, massiven, zum Theil gewölbten Oeconomie - Gebäuden, welche sich anjeder Seite des herrschaftlichen Hauses flügelartig vorschieben. Von dem vormaligen Schlosse finden sieh im Rückendes herrschaftlichen Hauses an der Felswand oberhalb der Almequelle noch Thurm- und Mauer-Reste vor, wie sie ander Spitze dieses Absatzes dargestellt sind.
3. Rittersitz Almerfeld.
Der dritte Rittersitz Almerfeld, eine Stunde von Ahne auf einer Hochebene gelegen, hat ein herrschaftlichesund mehrere Oeconomie - Gebäude, sämmtlich fast wie die auf der Tinne beschaffen. Das dazu gehörige Ackerarealist sehr gross. Nahe bei Almerfeld liegen die erwähnten prächtigen Marmorbrüche. Der Sitz hiess ursprünglichWiestinghusen. Die erste Nachricht davon findet sich in einer Urkunde von 1503 im Almer Archive. Darnach ver-kauften damals Herman von Oinhusen, Richter zu Brilon, mit seiner Frau Alheid den Hof Weistinghusen mit einerHufe Landes auf dem Hassel, den sie von Volpert von Coppenrode erworben hatten, an Henrich von Meschede. Ausdiesem Verkaufe entstand ein Prozess. Diedrich von Horhusen, der Lehnsherr, war bei dem Kaufe nicht gehört underwähnt worden. In Folge dessen wurde die Lage des Hofes, besonders des Hassel, wie noch jetzt die Sohle vonAlmerfeld heisst, ermittelt und festgestellt. Der Name Almerfeld entstand erst gegen 1750 bei dem Neubau desdortigen Hauses; die Volkssprache sagt auch wohl statt Almerfeld: das rothe Haus, vielleicht weil das Haus vor 1750ein rothfarbiges war.
4. Rittersitz Bruch (Brock).
Dieser Sitz, vormaliger Burgmannshof von Alme, hat Gebäude ähnlich den beiden vorigen und dient jetztdem gräflich Bocholtzschen Oberförster zur Wohnung. Sein anfänglicher Name war Hof zu Wenster. Wenster hiessdie ganze nördliche Abdachung des Berges von der Tinne bis zur Mohne und lagen dort zwei Höfe zu Wenster, vondenen der'eine, weil er von quellenreichem, sumpfigen Boden umgeben war, Brockhof hiess. Er erhielt durch seine Ver-schmelzung mit dem zweiten Wensterhofe seine jetzige Grösse. Zu ihm gehörten ursprünglich alle Waldungen auf derlinken Seite der Alme von der Briloner Grenze bis zum Mönchenholze. Im 15. Jahrhunderte besassendie Herren von Büren den Hof, wahrscheinlich in Folge der Pfandschaft an Alme. Im Jahre 1522belehnte Bernard von Buren den Godert von Meschede ') mit diesem Hofe und dem Rammeisberge.Dieser Godert war der letzte Stammhalter der von Meschede zu Oberalme und hinterliess zweiTöchter: 1. Catharina, verheirathet an Wilke von Bodenhausen. (Braunschweigische Familie mit drei[2.1] rothen Halbmonden in Silber.) 2. Anna, welche mit Hermann von Wolmeringhausen (mitdrei [2.1] Wiesel im Wappeu) verheirathet war. Diese theilten ziemlich gleichmässig das Vermögenj } ^ j der Linie Meschede zu Oberalme. Bodenhausen erhielt die Tinne, Wolmeringhausen den Brockhof,\jLs t^S der 1577 mit einem neuen Gebäude versehen wurde. Den Bodenhausen folgten, theils durch Erb-schaft, theils durch Kauf und Verständigung, die Gaugreben, Ketteier und Fürstenberg, den Wolme-ringhausen die Westphal, welche während all dieser Zeit mit den Meschede zu Niederahne die Herr-lichkeitsrechte über die ganze Herrschaft Alme, namentlich die Gerichtsbarkeit und das Patronat,gemeinschaftlich ausübten. Zu dem Vollgenuss der Herrschaft Alme fehlte damals immer noch die Lehnsherrlichkeitüber Brock, welche endlich im Jahre 1636 erworben wurde — damals übertrug nämlich Moritz Herr von Büren,Stifter des dortigen Jesuiten-Collegiums, seinem Vetter Jobst Philipp von Meschede zu Niederabne sein Recht an denLchngütern zu Wenster und Rammelberg. Der fernere Verlauf ist folgender: Als 1769 Friedrich Adam, der letzteMeschede zu Niederalme, starb, brachte seine Tochter Maria Theresia die sämmtlichen Güter von Niederalme anihren Ehcherrn Caspar Arrold, Freiherrn von Bocholtz. Dieser kaufte auch Haus Bruch von den von Westphal unddie Tinne von den von Fürstenberg an sich und vereinigte so die ganze Herrschaft Alme wieder in eine Hand.
Es ist wohl mal behauptet, dass die Bruch genannt Hundemen von obigem Sitze Bruch abstammten, alleindieses ist irrig; jene Bruch, welche in Schwarz einen goldenen Hund in ihrem Wappen führten und zwar aufverschiedene Weise, bald eine Bracke, bald einen Jagd- oder Windhund, bald in einem glatten, bald in einem mitgoldenen Steinen bestreuten Felde, stammen aus der Freigrafschaft Hundem im Amte Bilstein.
Die Geschichte tlieses Gcschleohts steht in der zweiten Abtheilung dieses Bandes, Seite 121 und folgende.