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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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Vrkunde ind ewiger steitcheit, han wir Symon, Henrich ind Johan heren van Buren vurss. alle dry vnse Ingesigele andesen brieff gehangen. Gegeuen ind geschiet in den Jairen vnss heren ind op den dagh as vur in vnss heren van Colnehrieue steit geschreuen.

Die drei anhangenden Siegel in grünem Wachs haben sämmtlich. Schilde mit dem Löwen. Johann fuhrt nur den Schild alleingrade aufrecht, Symon und Henrich haben den Schild rechtsschräg- gestellt und auf demselben einen nach vorn gerichteten gekrönten Helmmit Helmdecke und Helmzierde; die Letzteren sind zwei Büffelhörner, die bei Symon in Schlangenköpfen auslaufen.

22 . Die Brüder Symon, Henrich und Johann, Edelherrn zu Büren, tragen dem Erzbischofe Fiiedrich fünffrei eigene Erbe auf: die Steenbeke, den Hof zu Ysinchusen, zwischen der Neuenbürg und Sydinchusen, das halbe Rcyn-rosengut zu Sydinchusen , den Hof zu Rolinchusen und Gevelinchus Gut zu Sylebeke und empfangen solche als Bur"lehenvon Alme zurück. 1386 (dalum zu Arnsberg des Gudesdages na alreheyligen Daghe) 7. Nov. Ar. des Päd. Dornst.

23. Bertold, Probst zu Werden, und sein Bruder Johann, Edelherr zu Büren, verpfänden Herrn Bertold, Herrnzu Büren, und seinem Sohne Bertold für 110 Mark bürensche Gulden ihr SchlossAlme, Burg und Stadt, sowie sie solcheuntergehabt haben, halten sich die Wiederlüse und an der Seite des Bockeberges eine Stauung vor, um ein und auszu-reiten. 1388 (in vigilia nativ. bte Marie Virg.) 7. Sept. Archiv Büren.

24. Bertold, Probst zu Werden und sein Bruder Heneke (Johann), Edelherr von Büren, verpfänden an Hermannvon Padberg die Hälfte ihrer Burg und Stätte zu Alme für eine Schuld von 24 Goldgulden. Es siegeln mit: Gottschalkvon Tülen der Alte und sein gleichnamiger Sohn. 1394 (ipso die fabiani et sebastiani mart.) 20, Januar. Archiv Büren.

25. Friedrich, Erzbischof von Cöln, verpfändet dem Edlen Simon von Büren Burch, Statt vnd Ampt vanAlmen mit deu luden vnd Gericht, hoe vnd nider mit der gerechter Guide vnd mit allem Vorfalle vnd vpkomen. 1399,3. September, Archiv Alme.

26. Gottfried und Gerhard von Meschede, als Patrone, präsentiren den Priester Anton Val^n zum Rector desvon ihnen neuerdings errichteten Annen-Allars in der Kirche zu Alme. ad altare beatissime Anuee vidue in ecclesia parro-chiali ville Alme paderburnensis dioc. ab nobis noviter erectum et dotatum. 1425, 28. März. Archiv Alme.

27. Evert von Thülen und sein Sohn Friedrich verkaufen erblich ihr Steinwerk (Steinhaus) zu Alme mit Zu-behör und allem Gute daelbsl an Goderl von Meschede und dessen Frau Regula. 1428. Archiv Alme.

28. Diedrich, Erzbischof von Cöln, übergibt wegen treuer (Kriegs-) Dienste dem Godert von Meschede die, demEizslifte gehörige, wüste Hofstelle zu Ahne (Tinne) mit Zubehör auf die nächsten 50 Jahre. Die Wiederlöse mit 500rheinischen Gulden wird nach Ablauf dieser 50 Jahre vorbehalten, auch bleibt Haus Alme Offenhaus des Erzstifts. 1430,in profesto Undeim Yirginum. Archiv Ahne.

29. Die Brüder Gerhard und Lippolt von Meschede bekennen, dass Erzbischof Ruprecht von Cöln ihnen erlaubthat, die Hoveslat und das Haus Almen, welche dem Erzslift gehören, aberahuwich" (baufällig) sind, zu bebauen undgeloben ihm Gehorsam. 1465 (uff vnser Leven frawen avent purificationis) I, Februar.

30. Papst Clemens XII. bestätigt den Vergleich zwischen dem Erzstift Cöln und dem Bisthum Paderborn überden langjährigen Diocesan- und Jurisdiclionsstreit wegen der Gaue (pagi) Alme und Thule und der dazu gehörigen Pfarreien.Es werden diese mit den Dörfern'ppeke, Rosenbeck, Nheden, Messinghausen, Ratlinghausen und Bonkirchen, so wie dieBredelarschen Dörfer der geistlichen und weltlichen Hoheit Cölns übeilassen. Dagegen Marsberg, woiüber auch Streit war,zwar der Diöcese Paderborn, jedoch unter der Landeshoheit von Cöln, überlassen. Datum Romae apud sanclam Mariain majorem.1732, 26. Nov. Seibertz, ürkdb. III. S. 403.

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Z. Schloss und Stadt Alme, jetzt Rittersitz Tinne.

Zu der Herrschaft Alme gehören, wie vorhin bemerkt, vier Rittersitze, davon ist Meschede oder SchlossUnter-Alme der eine, und Tinne der zweite. Dieser liegt, wie beschrieben, auf einem mehrere hundert Fuss hohenFelsen, der sich steil über der Almequelle erhebt und hat von dieser hohen Lage (Zinne) seinen Namen. Im Mittel-alter lag dort Schloss, Burg und Stadt Alme, wie die Urkunden es ausdrücken; die Verlegung der Verkehrstrassenraubten ihm und Aldenfels die Nahrungsquellen, beide sanken in Trümmern, nur was vom Ackerbau lebte, die DörferOber- und Nieder-Alme hielten Bestand. Schloss, Stadt und Burg im Jahre 1399 noch so benannt, wie die vorhinangeführten Urkunden beweisen, war 1430 wüste Hofstelle und wurde als solche der Familie Meschede zum Wieder-aufbau belassen. Seitdem hat sich dort eine bedeutende Landwirthschaft mit mehreren tausend Morgen Ackerland,entwickelt. Die Gebäude daselbst bestehen aus einem grossen, massiven herrschaftlichen Wohnhause, welches sich auf

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