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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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Dagegen setzte ihn 1675 der Prinz wieder ein. Arnold war Licentiat des Rechts. 1700, 1, 4, 6, 8, 11, 13, 15Joan van Boekholt Rathsherr und 1702, 3, 5, 7, 9, 10, 12, 14, 15 Scheffen; er war doctor juris. Als Deputirtetraten auf: für das Quartier Waterstraet, 160918 Johann van Boekholt; 164759 Johann v. B.; 16611667 Jacohv. B.; für das Quartier Norenbergerstrael 16121622 Adrian; 167791 Johann v. B.; 1722 -43 Johann v. B. fürdas Quartier Engestraet; 16041624 Adriaen van Boekholt; 16821702 Nicolaus v. B.; 16901700 Johann v. B.;170929 Nicolaus v. ß. senior und 17131753 Nicolaus v. B. junior. Für das Quartier Assenstraet, 16311639Sigbrecht van Boekholt; 1682- 84 Adrian v. B. Für das Quartier Polstraet, 16341644, Nicolaus van Boekholtund endlich für das Quartier Overstraet, 16511671, Arnold v. B. ')Die Familie soll noch in Deventer fortblühen.

45.-46. Zwei hörige Familien Bocholtz und Personen dieses Namens,

deren Familienanschluss zweifelhaft ist.

rkundliche und sonstige historische Nachrichten beweisen, dass es ausser den bis jetzt aufgeführten vier undvierzig Familien Bocholtz noch andere dieses Namens gegeben hat. So z.B. führt NicolausKindlinger 2 ) 1357einen Johann von Boicholte auf, der ein Höriger und Hofesgenosse des Haupthofes Oer war und wohlzweifellos seinen Namen von der Bauerschaft Bockholte bei Recklinghausen führte. Ein anderer Hans von Bocholte,den derselbe Kindlinger 3 ) im Jahre 1406 als Gerichtsfrohnen zu Essen nennt, dürfte wohl von der bei Essen gelegenenBauerschaft Bocholt Namen und Ursprung herleiten. Vielleicht stammen auch eben daher Wilhelm von Boycholte,der 1376 Bürgermeister zu Unna war 1 ) und Godefridus Bocholt, 1589 Prior des St. Catharinen-Klosters in Dortmund. 5 )Bei verschiedenen Nachrichten indessen bleibt es zweifelhaft, ob die Personen, von denen sie Kunde geben, einer derbisher aufgezählten oder einer von ihnen verschiedenen Familie angehören. Hierher rechne ich Folgende: Böttinger,in seiner Beschreibung der Hochzeit des Herzogs Johann Friedrich von Würtemberg mit Markgräfin Barbara Sophiavon Brandenburg, Tochter des Churfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg, 6 ) fuhrt an, dass am 5. Nov. 1609 aufdieser Hochzeit Georg Christian von Buchholtz, im Gefolge des Pfalzgrafen Johann Friedrich zu Hilpoltsheim, an-wesend gewesen sei. Bidermann 7 ) nennt folgende Personen als zur fränkischen Ritterschaft gehörig: Schwickerus deBucholts, 1204. Hans Christoph von Bucholz zu Billmuthshausen heirathete 1617, 5. Mai, Rosina Barbara vonLichtenstein, Tochter des Herrn Christoph von Lichtenstein zu Billmuthshausen und der Frau Ursula, geborene vonHessberg. Seine Schwester Maria Elisabeth von Bucholz erhielt 1621 durch Vermächtniss ihres Mannes, HerrnChristoph von Lichtenstein, den Sitz Billmuthshausen, den sie testamentarisch auf ihres Bruders Sohn, Herrn HansChristoph von Bucholz, weiter vererbte. Ledebur, Preuss. Adelslexicon, rechnet diese zu den Bocholtz mit den dreiLeopardenköpfen.

Johann von Bucholtz,angeblich aus der Familie oben Nr. 38, Herr zu Unterhelffenburg, Rittmeister der Reichsstadt Augsburg, h. Anna Maria von Willstadt, genannt

Hagenbach, Tr. Johann* v W- gt H und Gertrud von Eicholtzheim.

1. iohann Heinrich 2. Anna Christine v. Bucholz, h. 31. Juli 1602 Johann Ludwig o. Knöringen zu Kressbei|, Lustenau und Wildenstein,v. Bucholtz. geb. 1577, welcher nach ihrem Tode Gatharina von Jarsdorf zur zweiten Frau nahm.

') Gerhard Dumbar het kerkelyk en wereltlyk Deventer. Deventer 17321788, 2 Bände Folio. I. Band S. 95153, II. Bd.S. 194201.

2 ) Kindlinger, Geschichte der Hörigkeit. Berlin 1842. Svo S. 448.

3 ) Kindlinger, Geschichte der Familie und Herrschaft Volmestein. Osnabrück ohne Jahr, die Vorrede hat 1801. 2 Bände 8voII. S. 432.

4 ) Steinen, Westphälische Geschichte. 4 Bände (12 Theile) Lemgo 17551760. 8vo II. S. 1155. P. Florenz Weddingenhat unter diesem Titel einen 5. Theil in 2 Abtheilungen herausgegeben, Lemgo 1801, -welcher die Geschichte von Paderborn enthält.

5 ) Kindlinger, Geschichte der Hörigkeit. S. 725.

6 ) Gedruckt Stuttgart 1610, Folio.

') Johann Gottfried Biedermann, Geschlechtsregister der Reichsfreien unmittelbaren Rittersohaft Landes zu Franken, löblichenOrts Rhön und Werra. Bayreuth 1749, Folio, Tafel 441.