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39.—40. Berchem genannt Bocholtz und von der Leyen genannt Bocholtz.
ie Acten des Archivs zu Röremund sprechen von Berchem genannt Bocholtz, Ilinsen führt unter der Ritterschaftder Grafschaft Mark einen Johann von Berchem genannt Bockholt auf. Letzteres beruht indessen auf einemSchreibfehler, statt Bockholt muss Rockholt gelesen werden. Johann von Berchem, aus dem märkischenGeschlechte Berchem mit dem Rade besass nämlich, wie ich dieses schon anderweitig nachgewiesen habe, ') den SitzRoeckholt, ein Limburger Lehn, und kommt deshalb in einer Urkunde von 1453 als Johan von Berchem genanntRoeckholt vor. 2 ) Die Berchem mit dem Beinamen Bocholtz müssen aus dem burgundischen Geschlecht Berchemstammen, welche sich nach der Herrlichkeit Berchem, in der vormaligen Markgrafschaft Antwerpen, schreiben. Siehaben den Beinamen wold der Erbtochter Maria von Bocholtz zu Tongerlo wegen angenommen, welche sich an Antonvon Berchem verheirathete, wie nachfolgende Ahnentafel darthut.
Adrian v. Berchem, Margaretha vonRHler- Schoenhove.
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Henrich v. Berchem,Herr zu Berchem, Ritter.
N- von derWerve.
JV. JV.
Amt v- Bocholtzzu Tongerlo.
Johanna v- Mer-xcxjck zu Kessel.
Gosen vonVarrick
Clara von derCruce.
Margaretha von derWerre + 1597.
Florenz v. Bocholtz,Herr zu Tongerlo.
Maria von Varrick.
Anton von Berchem.
Maria von Bocholtz. 3 )
Henrich von Berchem h. habella von BouelaMa,welche eine Taube mit offenen Flügeln auf einem grünen Aste sitzend in ihrem Wappen führte.
Ein Zweig der Familie von der Leycn, mit dem blauen Pfahle in Silber, führte den Beinamen vonBuchholtz wegen einer gleichnamigen Besitzung (oben Seite 12 Nr. 39); so namentlich der Mainzer Domprobst HenrichFcrd. von der Leyen f 1714. Er war nach seinem Epithaphium im Dome zu Mainz aus der Linie zu Nickenichund Herr zu Leiningen, Bongarth, Bucholtz und Simpelfeld.
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') Fahne, Geschichte der Westphitlischen Geschlechter, unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preussen,Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien. Cöln 1858. Fol. S. 337.
2 ) Prov.-Archiv zu Düsseldorf. Jülich-Berg Nr. 2583. Die Urkunde datirt: satersdach na der heiigen tzien Duysent mertellerdage, 23. Juni, und bekennt Johann darin: dass der Herzog Gerard von Jülich-Berg ihn zu seinem Mann und Diener angenommen unddafür auf Lebzeit 4 rheinische Gulden jährlich auf den Zoll zu Lennep angewiesen hat. Er verspricht dafür seinem Herrn treu und holdzu sein und auf Lebzeit zu dienen und genehmigt, dass dor Herzog die angewiesene Rente mit einem Capital von 36 Gulden ablösen darf.Sollte die Ablöse stattfinden, so erklärt er sich für verpflichtet, die Lösesumme auf seine Güter zu verhypotheziren. Welch ein merkwürdigesBild der Dienstverhältnisse jener Zeiten!
3 ) Steinen, Westphälisehe Geschichte III. S. 1631, legt ihr irrig eine Mascherell als Mutter bei. Margaretha von Mascherell,Tochter Winands, war die erste Frau des Florenz von Bocholtz, und starb kinderlos.