Druckschrift 
1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44

23. Neuman von Bucholt in Böhmen und Ungarn.

us diesem Geschlecht erhielt am 21. Juli 1764 der Salzeinnehmer zu Lippa im Temeswarer Banat, Carl_Mv\ Samuel Neumann, wegen zwei und zwanzigjähriger Dienstzeit und auch deshalb, weil er 40 Mann auf eigene(^7 ^ Kosten ins Feld gestellt hatte, vom Kaiser den Titel:Edler von Bucholt". Das Wappen dieses Geschlechtsist, wie vorstehend abgebildet, im Wappenbrieff also blasonirt: drei (2. 1.) abgerissene Löwenköpfe in einem ablanggespaltenen Schilde, rechts Schwarz in Gold, links Gold in Schwarz, der untere Leopardenkopf also halb Schwarz,halb Gold. Auf dem goldgekrönten Helme sitzt ein weisser Schwan.

Der Vater des Carl Samuel hiess Carl Neumann und hatte zuerst beim Militair und später in Cameral-Diensten gestanden. (Ilofcanzlei zu "Wien). Samuel stützte sich in seinem Gesuche um Adelsverleiliung zunächst aufeine Verwandtschaft mit dem Böhmischen Neumann (vorige Nr. 22) und verlangte das Prädicat von Bucholtz und diedrei Leopardenköpfe als Wappenschild. Dieses wurde ihm abgeschlagen, weil er den Beweis der Verwandtschaftschuldig geblieben sei und es ausserdem eine deutsche, altadelige Familie von Bucholtz gebe, deren Rechte durchVerleihung ihres Namens an ihr fremde Personen nicht beeinträchtigt werden dürften.

Samuel kam hierauf abermals ein und stellte den Antrag, statt v. Bucholtz: v. Bucholt genannt zu werdenund beseitigte das Hinderniss wegen des von ihm vorgeschlagenen, ganz der Familie von Bocholtz entlehnten Wappensdadurch, dass er die Tincturen, und zwar wie oben beschrieben, änderte, worauf ihm denn endlich das Diplom aus-gefertigt wurde.

Diese Familie blüht noch und spricht von ihr M. von Mühlcfeld in seinem Oesterreichischen Adelslexicon.

^-^^M^^xsS^i -

2425. Beyer von Buechholz aus dem Breisgau und Kirchholtz,

genannt Buchholtz.

CmT m 3. Octobcr 1716 erhob Kaiser Carl VI. den Franz Anton Beyer, Rath zu Freiburg im Breisgau, mit dem^_rT\ Prädicate von Buechholz in den rittermässigen Adelsstand. In dem Diplom, dessen Original sich in derK^j Ilofcanzlei zu Wien findet, ist das Wappen also blasonirt: quadrirt, 1. und 4. in Roth ein silberner Balken

mit drei schwarzen Bienen beladen; 2. und 3. in Gold ein schwarzer, durchschnittener Bock (das Diplom sagtHammel");über das Ganze ein IJcrzschild, in Blau ein goldener, schwarz gehörnter Hirsch auf grünem Berge; auf dem Helme