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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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Die Büssinchem haben die Maueranker lluth in goldenem Felde, die Culenburghaben sie Roth in schwarzem Felde und auf dem Helme einen rothen Adlerflügel, auf demsich die drei rothen Anker wiederholen. (Die spätem Grafen von Culenburg hatten denSchild quadrirt, 1. und 4. die beschriebenen Maueranker, 2. und 3. in Silber einenschwarzen, gekrönten; doppeltschwänzigen Löwen). Die Zuylen, oder Suilen, haben nachden verschiedenen Linien, zu Blasenberg, Natewis, Nyvelt, die Maueranker bald Roth inSilber, bald Silber in Roth, bald Roth in Gold, und auf dem Helme bald eine roth-gekleidete Puppe mit Eselsohren, bald einen offenen Adlerflug, jeder Flügel mit einemAnker verziert. Die Vianen haben die Anker Schwarz in Gold und auf dem Helmeeinen blauen Hundekopf. Die Bemmel und die Immerseel führen die Anker Schwarzin Silber und jene einen sitzenden schwarzen Hund mit goldenem Halsbande, diese zweischwarze aufgereckte Pferdefüsse mit goldenen Hufeisen auf dem Helme. Die Montforthaben rothe Maueranker in Silber und auf dem goldgekrönten Helme eine silberne,spitze Mütze. Bewerwarde führen silberne Maueranker in Blau.

Zu diesen Bocholtz, welche'einen gleichnamigen uralten Sitz in der Stadt Utrecht hatten, 1 ) werden wohlgehören: 2 ) Wibracht van Bocholte, der 1129 in der Urkunde des_Grafen Gerard von Geldern als Zeuge vorkommt,in welcher letzterer, unter Zustimmung seiner Frau Ermgard und seines Sohnes Henrich, der Kirche von Zütphen dieCapelle zu Ellinhem schenkt, sowie Gerard van Bochholt, der seine Güter zu Wanzen und Blitterswick au Arnold,Abt des Klosters Campen, verkauft, was der Lehnsherr, Henrich Herr von Kuck, 1242 bestätigt. 3 ) Dieser Gerardhatte nur Töchter, wie die Urkunde sagt und starb sein Stamm folgender Art aus:

Gerard von Bocholt verkauft seine Güter zu Wanzen und Blitterswick dem Abt von Campen, 1242.

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i. JV., ältstgeborene Tochter, 1242 abwesend, h. Marsilius, der 1242 fürsie auf die Güter verzichtet.

2. Elisabeth, h. Echert, beide verzichten 1242 auf die verkauften

Güter.

Nach" dem vorliegenden Siegel sind mit Gewissheit hierher zu rechnen: Steven von Bochout, der 1282Bürge für Wilhelm von Lindschoten*) und im selbigen Jahre auch für Johann, Herrn von Cuyck wird. 1295empfängt Hendrik van Bockout ein Legat von dem Domdechanten Stephan zu Utrecht, er ist Probst von St. Johannund macht 1307 sein Testament. 5 ) Im Jahre 1295 verkauft Claes dictus Bukout Bürger zu Utrecht mit Zustimmungseines Bruders sein steinernes Haus, genannt Bukoutshuis zu Utrecht bei dem Hause des Bischofs gelegen. 6 J Giskinusdictus Bukout genehmigt in demselben Jahre, in einer von ihm besiegelten Urkunde, den vorstehenden Verkauf. 7 )1290 verzichten Jacob dictus Boicholt und sein Bruder auf ein Haus am Springweg zu Utrecht. 8 ) Auch Anna,Wittwe des Herrn N. genannt Bochout mit ihrem Sohne Gieselbrecht von Bochout verzichten 1290 auf das Haus undbesiegeln die Urkunde mit den Mauerankern. Im Jahre 1313 belehnt Bischof Guido von Utrecht das Kapitel St. Peterzu Utrecht mit den Gütern des Sweder von Bochout zu Amerongen. °) Sweder von Bocholte, der bei Amerongenbegütert war, hatte einen Sohn Johann v. B., der 1335 todt ist. 1346 macht Wessel von Boechout Domherr zu Utrechtsein Testament. 134752 ist Henrich von Bochout Abt zu St. Paulus in Utrecht. I0 ) Arnt von Boecholt, Gerichtsmannin der Velau n ) und Räth des Herzogs von Geldern. 12 ) Um dieselbe Zeit erscheint Emund von Boecholt und nimmtHenrich von Bouhout ein Haus zu Utrecht in Erbpacht. 1370 verkaufen Zweder von Boechout und seine FrauMettilde von den Hoeven dem Domprobste von Utrecht Güter zu Amerongen.

') Isaao )e Long Kabinet van Nederlandsche en Kleefsohe oudheden. Ausgabe in 8vo. Tom VI. pag. 115. Es heisst dort:ooek -worden niet weinig anderen huizen gevonden, van eene aanzienlyke oudbeid, grote en sterkte; op dewelken in tyde van oorlog ofvrees vnor vyandelyke aanvallen gewapende schutters (Seitens der Stadt Utrecht) gelegd werden, onder het bevel van Hoofdmannen staande.Dier gelyke huizen waren: Hazenberg, Lichtenberg, Schoonhuis, Hamerstein, Bochout etc. etc. en eene menigte andere stamhuizen deroudste et vornaamste Geschlechten van Utrecht; uif welken ook zeer velen van de oudste Edelen des landes gesproten syn.

2 ) Wibracht kann auch zu den Bocholtz mit den Leopardenköpfen gehören. Urkundenbuch, S. 1, Nr. 1.

3 ) Urkundenbuch Nr. 6, S. 33. Diese Urkunde ist für die Rechtsgeschichte von Interesse. Sie sagt zunächst, dass einabwesendes Weib an die Erklärungen resp. Handlungen gebunden ist, welche ihr Mann für sie bei Gericht vornimmt; dann, dass dasUrtheilsprechen nicht Sache des Richters, sondern des Umstandes , dass heisst der selbstständigen und freien Gemeindemitglieder ist, welchebei den Gerichtssitzungen anwesend sein und den Richterstuhl umstehen müssen. Auch für die Sittengeschichte gibt sie Winke, namentlichüber die Sonntagsfeier und über die Verhandlungen unter freiem Himmel (in eimiterio).

4 ) Archiv von St. Maria in Utrecht.s ) Archiv von St. Peter in Utreoht. Nr. 62.6 ) Archiv des alten Münsters zu Utrecht. Nr. 21.') Ebenda.") Ebenda.'") Archiv St. Peter.

10 ) Hoynck van Papendrecht Analecta belgica tom IV. pag. 318.") Archiv St. Maria.,2 ) Rechenkammer von Gelderu VII. folio 677.

Fahne, Bocholtz I.