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2 (1873)
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stellenden für ein geringes Honorar oder Trinkgeld. Da-hin muss ich (sagte ich mir) und theilte es auch meinerCharlotte mit. Sie, voll der unwiderstehlichsten Theil-nahme, rief aus:Du nimmst mich doch mit?" Ich (be-troffen) erklärte ihr, wie unthunlich dies sei, da sie Beeth-oven nicht persönlich gekannt hätte. Sie wurde dring-lich-bittend sie mitzunehmen, damit sie die Manen desgrossen Hingeschiedenen wenigstens sähe und dass ichihm begreiflich mache, meine Frau dürfte sieb diese In-discretion erlauben. Nach'vielem Hesitiren gab ich nach! Wir kamen an dem verheissenen Tage in Wien anund verlangten Einlass. Wir sassen an dem Bette, inwelchem Beethoven die letzten Worte:plaudite amici,comoedia finita est" ausgesprochen hatte. Die Wächtermachten einige geheimnissvolle Bewegungen mit den Hän-den und alsbald erhob sich langsam Beethoven's Ge-stalt in Lebensgrösse, gleich einer Statue von weissemMarmor, der Körper war in einen griechischen Falten-Mantel gehüllt. Die Gestalt näherte sich mir, strecktemir die kalten Hände entgegen ich erfasste sie sogleichund küsste sie. Beethoven wendete mir freundlich seinHaupt entgegen, als wollte er mir Fragen thun! Ich be-deutete ihm durch Zeichen, dass* er meine Antworten nichthören könne! Er schüttelte bedenklich den Kopf, zogseine Hände aus den meinigen zurück und verschwandnach oben da erwachte ich."

Am 31. December heisst es:

31. December 186g. Meine Gedanken waren demSchöpfer zugewendet, der mich nach einem frucht- undsaftreichen Leben dem Winter meiner Existenz zuführte.Geliebt, gepflegt von meiner treuen Charlotte, in Liebegekettet an meine ganze Familie finde ich selbst als In-valide ein behagliches Befinden. Somit: Abschied vomJahre 1869.

F i n i s.