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die jungen Leute sein. Mich erinnerte die Königin mitfreundlichen Worten an mein Spielen bei ihrem Vater,dem König Max im Jahre 1819. Gestern sahen wir denKönig auf seiner Fahrt durch Abtnaundorf, wo wir seiteinigen Tagen freundlich aufgenommen sind. Frege'shatten eine Ehrenpforte von Blumengewinden errichtenlassen, unter welcher der königliche Wagen hielt; unsereliebe Wirthin überreichte ein Bouquet von seltener Pracht,lauter Orchideen — und später begünstigte der Himmelein reizend ländliches Fest, an dem auch die Schulkinderdes Ortes Theil nehmen durften. Wir alten Stadtkindergemessen den Aufenthalt in dem schönen Park, bei duf-tenden Heuwiesen gar sehr und schwärmen gern beiMondschein. Ich schwärme aber auch für unsere Unter-haltungen am Ciavier. Natur ohne Musik wäre nur einehalbe Existenz; gute Musik in schöner Natur ist ein dop-pelter Genuss."
Auch aus Loschwitz, wo die Familie ihren bleibendenSommer-Aufenthalt nimmt, ist wieder die erste brieflicheMittheilung eine musikalische. „Der Kapellmeister Dorn,der sich hier mit den Seinigen aufhält, hat mir kürzlichden Genuss verschafft, Mozart's eigenhändige Partitur desFigaro zu durchblättern. Er hatte in Erfahrung gebracht,dass der Musiklehrer Schurig in Dresden sie von seinemVater geerbt, dieser sie von einer wandernden Opern-gesellschaft um ein Geringes angekauft habe. Nunhatte ich die unsterblichen Züge vor mir, auf schlich-tem i4linigen Papier leicht hingeworfen, der italienischeText und die Recitative von Mozart, die deutsche Ueber-setzung von anderer Hand hineingeschrieben. Warumbin ich nicht reich genug, um den hohen Preis, den derjetzige Besitzer verlangt, für diesen Schatz zu zahlen? —Der Ciavierauszug (bei Simrock) weicht mitunter von demOriginal ab, wie z. B. in der Cavatine des Pagen: Nonso piü"*).
*) Da das Haus Simrock später diese Original-Partitur für 800 Thlr.erstand, so sind diese Abweichungen wohl längst ausgeglichen.^