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alle Tonstufen der Freude durchlaufen lassen. "Wirberührten alle Intervalle, die reinen waren vorherrschend,und die verminderten wurden durch übermässige ersetztDie freudige Stimmung hat mich zu zwei kleinerenVocalduetten — Dankgebet und Wiegenlied — begeistert,die ich hier beilege." Und wieder einer Tochter: „Esmacht mir Freude, wenn ich sehe, wie Du Dich für mei-nen in der Kunstwelt errungenen Namen interessirstund es nicht gern siehst, dass ich von einem musika-lischen Schriftsteller kalt genannt werde, weil ich nichtder von ihm vertretenen Richtung angehöre. Ich findemich recht glimpflich von ihm behandelt, weiss übrigens,dass die Kunst und ihre grossen Schöpfungen, sowie dergrösste Kunstheros Beethoven, mich stets erwärmthaben. Es glüht Gottlob in mir fort, und das bis in dieFingerspitzen hinein; doch lasse ich die innere Flammenicht zum Dache hinauslodern. Ich habe zu viel Ehrfurchtvor den klassischen Werken, um sie einem versengendenVortrag zu unterwerfen. Als ich neulich beim Schiller-fest über das Lied „an die Freude" phantasirte, muss ichr- recht warm gewesen sein, da man mir öffentlich und pri-vatim Lob spendet." .... „Ich hatte versprochen, imOrchester-Pensionsfonds-Concert mit Frau Schumann undReinecke ein posthumes Triple-Concert von Mozart zuspielen. Da dieses aber eine Jugendarbeit zu sein scheint,die sich beim Probiren als klein und unbedeutend erwies,so entschlossen wir uns, lieber das in Leipzig noch nichtgehörte Triple-Concert von Bach (C-dur) zu spielen. Eswar mir ein erhebendes Gefühl, als ich vom Publicum,wie ein Vater mit seinen Kindern empfangen wurde, alswir dann unser Stück wie aus einem Gusse vortrugenund ich beim Hervorruf Frau Schumann an meinem Armherausführte." . . .