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2 (1873)
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Draperien kaum fortkommen. Es war die fete septennalede la Vierge, der Schutzpatronin des Städtchens. Alswir die Ankündigungen eines Concours de chant undeines Concertes der berühmten königlichen MusikbandeGuides du roi", lasen, schickte Moscheies seine Karte zudem Director, um Billette zu erlangen, die, wie mansagte, sämmtlich vergriffen waren. Fünf Minuten späterkam der Mann selbst und ging nicht eher, als bis Mo-scheies zugesagt hatte, der Jury des Concours de chantzu präsidiren; dann kam der Präsident des Festcomite'sMr. Godin, ein reicher Papierfabrikant, um uns zu Tischeeinzuladen. Tags darauf mussten wir zu ihm und seinerFamilie in ihr prachtvolles Schloss ziehen, das in einemgrossen Park liegt, und als historische Merkwürdigkeitdas Grabmal von Pierre Thermite birgt."

Mein Amt bei der Jury", schreibt Moscheies,kostetemich manchen Schweisstropfen, da ich vier Vor- und vierNachmittagsstunden zwischen dem Präsidenten und Bür-germeister den brennenden Sonnenstrahlen ausgesetztblieb. Wir sassen auf offnem Markte auf einer hohenEstrade, rings um uns her Musik, eine wogende Volks-menge und die ganze elegante Welt der Umgegend. Dieverschiedenen Singvereine marschirten jeder einzeln mitsammetgestickter Fahne auf, um sich dann hören zu lassen.Kein einziger war schlecht, viele sogar gut zu nennen."

Aus Spa schreibt die Frau:Die vie de chäteau liessan Liebenswürdigkeit der Wirthe und ihrer Gäste, anComfort und Luxus nichts zu wünschen übrig; aber nachall' dem bunten Treiben thut uns das ruhige Familien-leben mit seinen Spaziergängen und Fahrten wohl."Und ich", schreibt Moscheies,werde hier nicht ärmerund nicht reicher, denn ich habe an dem elenden Anblickdieser Spielhöllen genug, ohne zu setzen. Die Menschen,die diesen grünen Tisch umstehen, kommen mir vor wiedie Fliegen, die den Giftteller umkreisen; sie nippendaraus, bis sie ohnmächtig niederfallen. So soll es kürz-lich dem berühmten Sänger T. ergangen sein; ich wollteseine Bekanntschaft machen, um ihn zu hören, doch war