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tigendem Jubel_ aufgenommen. Des mit mir Anstossenswar kein Ende, Herzens- und Champagner-Ergüsse gingenHand in Hand und letztere flössen so reichlieh übermeinen Rock, dass die vergossene Quantität Wein hin-gereicht hätte, um einen Korporal betrunken zu machen."
Zwischen diesen Fest-Aufführungen gab es vielheitere Stunden mit David, Dreyschock, Rietz, Spohrund A., „besonders bei einer Keller-Kneiperei, wo alteBekanntschaften aufgefrischt, neue gemacht wurden."Wir Leipziger überreichten eine Votiv-Tafel von Seitenunseres Instituts, und ich fand noch Zeit, in der Ciavier-Lehranstalt von Proksch vier- und achthändige Leistungender Schüler zu hören. Ich geniesse hier manche Familien-freuden; zuerst war ich bei meinen Lieben in Podiebrad,dann bei den Meinigen in Prag. Es ist ein ganz eigenesseltsames Gefühl, dieselben Räume zu betreten, wo ich vor50 Jahren meinen Jugendtraum durchlebte. Alle damaligenZustände ziehen bunt wie in einem Kaleidoskop an mirvorüber; das Bild meiner seligen Mutter lächelt mir vonder Wand entgegen; die Schwester hat ihre Züge und ihrliebendes Herz. Vorspielen muss ich ihnen auch und siesind gebührend entzückt." ....
Die Frau schreibt; „Unsere Rückreise hätte durchentsetzliche Regengüsse recht unang'enehm werden kön-nen, aber was machten sich die „wandernden "Virtuosen"aus dem Wetter? In der Kunst ist immer Sonnenschein.Wir verstanden uns mit dem Schaffner, hatten das Coupeallein und David, der seine Geige nie verlässt, spieltemit Dampf noch schöner als sonst; wir hörten ein Con-cert nach dem andern im Coupe und dann wurden Stellenaus Moscheies' Etüden probirt. „Gefällt's Ihnen so? oderlieber auf die Art?" Genug, die Zeit verflog uns, undauf einmal waren wir in Dresden; dort haben wir Vielesgenossen; das Museum, das . grüne Gewölbe, den Tann-häuser, Dawison's Hamlet, Alles nahmen wir schnell mitund jetzt sind wir nur in Leipzig, um uns auf einegrössere Reise vorzubereiten." Diese geht überCöln nachAntwerpen zu dem Sohn. Da werden die Maler-Ateliers,