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aber nicht nur von der Jugend, nein, auch ich alter Papadrehte mich in einem Walzer mit der liebenswürdigenFrau vom Hause, eine Ehre, die ich mir durch meinPolkaspielen verdient hatte.
Ueber einen Abend in der Künstlerkneipe (bei Schaff-rath) schreibt Moscheies: „Er war dem greisen Rauch ge-widmet, dem man ein Ehrendiplom überreichte und eindonnerndes Lebehoch brachte. Er bewegte sich trotzseiner 71 Jahre mit Würde, Anmuth und Liebenswürdig-keit, und ich lernte nicht nur ihn, sondern alle Maler-Berühmtheiten bei schäumenden ßierkrügen und in einemNebel von Cigarrendampf kennen." . . . „Was die Aus-stellung betrifft, so überlasse ich es den Zeitungen, darüberzu berichten und erzähle nur von dem, was mich angeht— den Ciavieren. Die Commission ertheilte mir die Er-laubnisse sie vor Einlass des Publikums, also ohne Zu-hörer zu prüfen. Doch wie früh ich auch ins Gebäudekomme, ich finde schon ihre „Väter" aus den verschiede-nen Gauen Deutschlands versammelt. Streicher ist nurPreisrichter, aber Seiffert, Rem seh und Schweighoff Cl-aus Wien haben ausgestellt und unter diesen gebe ich demletzteren den Vorzug. Vortrefflich sind auch Härtel,Blüthner und Irmler aus Leipzig, Schiedmayer aus Stutt-gart, Ritmüller aus Göttingen, Klems aus Düsseldorf(von Clara Schumann gezeichnet) und Andre's sogenanntesMozart-Clavier aus Frankfurt. Unter den Münchenern istmir Bieber der liebste. Ich finde leicht die Eigenthüm-lichkeiten dieser verschiedenen Instrumente heraus undsuche jedes durch meine Behandlung zur Geltung zu brin-gen. Sie kennen mein altes Sprichwort: Ein guter Reitermuss auf jedem Pferde gut sitzen können." . . .
Moscheies' haben sich später mit den Familien Dön-niges und Bodenstedt in Egern am Tegernsee in nach-barlicher Ansiedelung zusammengefunden. Die stets le-bendige Unterhaltung, die Vorlesungen des Dichters, dasSpiel des Musikers erhöhen alle Naturgenüsse. DieSchrecknisse der Cholera, soeben über München herein-gebrochen, erreichen dies schöne Fleckchen Erde nicht.
Mosclieles 3 Leben. II. jy