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2 (1873)
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herumzuschleppen" . . . Der galvano-elektrische Apparatstellte Moscheies bald her und seit jener Zeit blieb Pro-fessor Reclam der umsichtig freundliche Arzt der Familie;ein Pfleger und Helfer in schwerer, ein Tröster in denschwersten Stunden, stets der Freund des Hauses. SeineGattin, von Moscheies als Künstlerin hochgeschätzt, Avardie Stütze der häuslichen Vocalmusik. Oft erfreute sieMoscheies durch den Vortrag seiner Lieder.

Lassen wir wieder das Tagebuch reden:Brahms'Compositionen haben viel Schwung und Schumann, dener sich zum Vorbild erwählt hat, empfiehlt ihn alsmusi-kalischen Messias". Ich finde ihn oft pikant, wie Schu-mann, zuweilen zu gesucht. Unsre Schule, behauptet man,habe auch Beethoven beim ersten Erscheinen seinerWerke das Suchen vorgeworfen, ihn nicht gleich ver-standen. Es ist wahr, Beethoven's Geist verlockte ihn innie betretene Bahnen, die nicht Jedem zugänglich sindund doch hat es sich seitdem erwiesen/dass er nicht nurgesucht, sondern auch gefunden hat, was er musikalischausdrücken wollte. Hoffen wir, dass dies auch bei demjüngeren Componisten der Fall sein möge. B.'s Technik,seinvom Blattlesen" machen ihm und seinem LehrerEduard Marxsen alle Ehre." . . .Auch viel Berlioz gehörtund aufmerksam verfolgt. Meine Meinung über seineSachen unerschütterlich dieselbe; anerkennend unddoch oft unverstanden. Oder soll man so einen Hexen-Sabbath z. B. gar nicht verstehen?" . . .Sonderbar!Jetzt hört man wieder mit Vergnügen die einfache Oper:Doctor und Apotheker" von Dittersdorf, in welcher Behrund Schneider vortrefflich singen und prächtigen Humorentwickeln; man vergisst dabei, wie Rossini im Teil,Meyerbeer in seinen Opern, die Welt mit ihrem Reich-thum an Instrumentation, ihren scenischen Effecten über-füttert, wie Wagner beide überboten hat. Les extremesse touchent ..."

Der Jahresschluss brachte ein frohes Ereigniss: dieVerlobung der zweiten Tochter mit Dr. Georg Rosen,damals Consul für Preussen und die Hansestädte in dem

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