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2 (1873)
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harrenden Schülern zurück. Das regelmässige Leben,unterbrochen von angenehmen Besuchen, beginnt wieder.Ein kurzer Aufenthalt Liszt's in Leipzig bringt ihn in dieAbend-Unterhaltung des Conservatoriums.Er schien mitden Leistungen der Schüler zufrieden und sagte ihnenmanches verbindliche Wort, aber vorspielen wollte erihnen nicht; das brachte unerfüllte Wünsche zu Tage.Wir hörten ihn bei David seine Phantasie über den Pro-pheten, die eigentlich für Orgel ist, in einem Arrangementfürs Ciavier spielen. Hans v. Bülow half bei den Pedal-bässen in der untersten Octave. Das erste und letzteStück stürmt heftig fugirt daher, das mittlere ganz aufeiner Saite gespielt hat ein ruhigeres Motiv und sagt mirbesser zu. Auf meinen Wunsch, er möge uns nochEtwas geben, spielte er seinen pikanten Walzer in As-durund brachte viele überwürzte Effecte durch die Verschie-bung hervor, in dieser aber gab es wieder einzelne starkmarkirte Accente. Ich versäumte seinen Morgenbesuch,aber mit Charlotte hatte er eine zweistündige Plauderei,gemüthlich und interessant, wie sie sagt." Ein Brief vom28. September sagt:Heute schreibe ich Ihnen währendder Prüfung des Conservatoriums. 118 Schüler, die indieser Woche gehört werden müssen! Die Directoren undLehrer sitzen als Richter um einen Tisch, erstere flüsternoft untereinander, letztere, wenn's sich eben nicht umeigene Schüler handelt, suchen sich einen Zeitvertreib,David zeichnet, ich schreibe Ihnen . . . Ich gehe vieleNovitäten durch: Czerny's Op. 800, Gradus ad Parnassummit bequem liegenden aber verbrauchten Schwierigkeiten,Liszt's Rhapsodie hongroise, interessant wegen ihrer richtigaufgefassten Nationalmusik sogar Fumagalli's Carne-vale di piü suche ich so geschickt als möglich nachzu-spielen .... In Grützmachers Trio lernte ich eine tüch-tige Arbeit kennen."

Die Gewandhaus - Concerte beginnen im October.Moscheies übernimmt in einem derselben aus Gefälligkeitdie Ciavierpartie in Gade's Frühlings-Phantasie er sagtim Tagebuch:Ein sehr untergeordneter, vielleicht oft