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2 (1873)
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effecte, die allein mich bei der drückenden Hitze wacherhielten."

Der Comer See wird besucht. Man spricht in derVilla Pasta vor, um der in London bewunderten Künst-lerin die Aufwartung zu machen.Die Villa ist ver-miethet, sie selbst wohnt in einem kleinen Nebenhause,dessen Umgebung echt italienisch war. Schmutzige Casse-rollen und sonstiger Küchenrath zeigten den Abhub eineskürzlich verzehrten Mittagsmahls drei Mädchen zwischen13 und 15 Jahren, an denen der Kamm nicht viel Arbeitverrichtet hatte, sassen nähend unter diesen. Auf meineBitte trug eine derselben unsere Karten hinein und balderschien die grosse Frau halb verschlafen, weil man siein ihrer Siesta gestört hatte, dennoch freundlich dankbarfür unsern Besuch. Der Mund und seine Zahnreihen sindnoch lieblich, die grossen Augen seelenvoll, das Haarschwarz, aber ungeordnet wie das der Zofen; der Anzughöchst originell zusammengewürfelt. Sie konnte nicht auf-hören, alte Zeiten zu besprechen. Die Villa bewohnt sienicht, weilj sie Mutter und Mann darin verloren hat;das kleine Haus sollte für sie ausgebaut werden u. s. w.Dann schrieb sie uns Albumblätter und gab uns schöneBlumen." . . ,

Von Baveno aus wird der Lago maggiore in einerBarke befahren und die Wunder der borromäischenInseln unter die schönsten Reiseerinnerungen gezählt.Ueber Magadino und Bellinzona geht es die Gotthardt-strasse herunter über Altorff nach Luzern und Zürich, woman den Sohn des alten Freundes Nägeli aufsucht.Erbesitzt einen Schatz", sagt Moscheies,das Manuscriptvon Bach's H-moll Messe, in dessen Besitz sein Vaterdurch Schwenke in Hamburg kam. Ich Hess es mirzeigen und zweifle nicht an seiner Echtheit, die LeipzigerBachgesellschaft hätte es gern von ihm erstanden, dochweigerte er sich standhaft. Ausserdem besitzt er nochein unpublizirtes Concert für vier Claviere von Bach; esist in A moll."

Von Zürich aus kehrt Moscheies rasch zu den seiner