aber von einer Familie, mit der man nachbarlich und zugegenseitiger Freude verkehrt."
„In Weimar war mir wieder ein hübsches Zusammen-treffen mit Joachim bescheert. Der junge Mann spielteDavid's Arrangement meiner Cello-Sonate meisterlich vomBlatt." — „In Thüringen ist die Natur lieblicher als imHarz; auch die Menschen waren freundlich für meineKunst und meine Familie. Einen Abend brachten wirbei der Herzogin Ida von Meiningen zu, einen anderenauf dem Altenstein, machten auch eine schöne Spazierfahrtmit den Herrschaften. Da ich mit dem Herzog allein fuhr,war unsere Unterhaltung eingehend, und zu meiner Freudegab er mir den Auftrag, ihm einen tüchtigen Conser-vatorium-Schüler als Lehrer zu schicken. Also wiederEiner gut placirt."
Ein Befehl der Frau Grossherzogin ruft Moscheiesnach Weimar, und er schreibt der Frau bei seiner An-kunft, 26. September 1851:
„Ich benutze einige Minuten vor der table d'höte, umDir Rechenschaft von mir zu geben. Joachim und Coss-mann empfingen mich mit Freude, sind aber heute Abendnicht bei Hof. Die Hoheit wünscht mich allein zu hören;nur Fräulein von Hopfgarten und einige Minister werdenda sein und ich nehme mir vor, schön zu spielen. . . . Ebenkomme ich von der table d'höte, wo es leer an Menschenund guten Speisen war; acht Personen, den Wirth einge-rechnet." . . .
Nachdem die Gewandhaus-Concerte in Leipzig begon-nen hatten, sagt das Tagebuch am 31. October: „Einschönes Programm! Ouvertüre zur Zauberflöte, Orchester-Suite von Bach, Hallelujah von Händel und Lobgesangvon Mendelssohn; was will man mehr?" Und wieder: „Estreten auch viele Solisten auf, sind es Clavierspieler, sohöre ich ihre Arpeggiofiuthen und italienisirten Opern-themen meist vorher und bin bald von der Monotonieund Seichtheit der Arrangements gesättigt. Auch dasPublikum ist eigen; Wenige gefallen und man entlässtsie kalt. Nur das Zischen sollte verboten sein, das gehört
llosekeles' Leben. II. j -