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2 (1873)
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in seine musikalische Zeitschrift aufgenommen hat; erheisstDas Judenthum in der Musik" und sucht Mendels-sohn und Meyerbeer auf jede Art zu verkleinern. Ich sagesucht, denn was kann ein boshafter Zeitungsartikel einembedeutenden Menschen anhaben? Aber einerlei, Alle sindwüthend, ich bin es auch, blieb aber äusserlich ruhig.Rietz hat nun folgenden Brief an das Directorium con-cipirt:Dem geehrten Directorium des Conservatoriumskann es nicht entgangen sein, Avic die hier erscheinendesogenannte Neue Zeitschrift für Musik" seit längererZeit es sich zur Aufgabe gestellt zu haben scheint, nichtallein die hiesigen musikalischen Zustände und Leistungenin höchst einseitiger, geringschätzender, öfters höhnenderWeise, und in einem, jeder wahren Kritik durchaus frem-den Tone zu besprechen, sondern eben auch in der Weiseüber Männer abzuurtheilen, deren Verdienste in der gan-zen musikalischen Welt anerkannt werden und derenWerke jedem mit klaren Augen sehenden Künstler vomFach, so wie Laien, lieb und theuer sind. Diese Art undWeise, die musikalische Kritik zu missbrauchen, hat inneuester Zeit alle Grenzen des Schicklichen überschritten.Wir Unterzeichneten würden dergleichen gänzlich igno-riren, wenn nicht der Redacteur jener Zeitschrift, HerrDr. Brendel, zugleich Lehrer an der musikalischenBildungsanstalt wäre, welcher auch wir einen Theil un-serer Kräfte widmen. Da aber unsere Ansichten in dempositivsten Widerspruch mit denen des genannten Herrnstehen und es mit der Zeit nicht ausbleiben kann, dassdiese widersprechenden Ansichten von unheilvollem Ein-flüsse auf die unserer Leitung anvertrauten Zöglinge sind,und sie in Verwirrung setzen, so halten wir es für eineernste Pflicht, das geehrte Directorium auf dieses Miss-verhältniss aufmerksam zu machen und geben uns ebender Hoffnung hin, dass das geehrte Directorium seineMissbilligung an jenem Treiben energisch, und zwar durchdie sofortige Entlassung des Herrn Dr. Brendel von demKonservatorium an den Tag legen werde. Gezeichnet:Becker, Böhme, David, Hauptmann, Hermann, Joachim,