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mente verwebten sich in echt musikalischer "Weise zueinem Ganzen, zu einem Ideale, nach welchem ich in Eng-land lange geschmachtet hatte. Das Werk selbst steht inVerhältnissen zu anderen Symphonien wie der Kölner Domzu anderen Kirchen; Rietz dirigirte und wusste den wichtigenPosten mit Sachkenntniss und Begeisterung zu behaupten."...
Der 30. Mai, Moscheies' Geburtstag, ruft folgendenBrief hervor: „Eure Wünsche waren mir doppelt will-kommen in einer Zeit, wo die Staatsbande locker, die Fa-milienbande oft durch die .leidige Politik gefährdet sind;da lasst uns doppelt die Gunst Gottes gemessen, der unsden Tag wieder erleben liess. In meinem häuslichenKreise geschah Alles, um mich die düstere Gegenwartvergessen zu machen; so liess ich mich denn auch ganzgeduldig mit verbundenen Augen von den Kindern vormeinen Geburtstagstisch führen, um später mit offenenOhren Alle spielen zu hören. Es gab aber auch einehübsche Zeichnung von S., und was mir die grösste Freudemachte, Mendelssohn's Studirzimmer, von Felix aquarellirt,.getreu so, wie er es bei seinem Tode verliess, jede, auchdie kleinste Einzelnheit aufgenommen. Cecile schenktemir ihres Mannes Zündmaschine. Ein theures Andenken,wie Alles, was von ihm kommt." . . .
Herr Schletter eröffnet seine schöne Bildergaleriegegen einEntree von mindestens 2 z / 2 Groschen zum Bestender Nothleidenden. Die Frau schreibt: „Uns steht dochdas unglückliche Orchester mit seiner geringen Bezahlungund den Lücken, die ihm die Zeit in seiner Einnahme ver-ursacht, am nächsten. Sie spielen nun seit zweiundeinhalbMonaten ohne Gage am Theater und wollen deshalb imVerein mit der Truppe -gegen den Director processiremDiese Leute sind keine Schreier und Ruhestörer, sondernsehr honette Familienväter, die- ohne ihre Schuld Frauund Kinder darben sehen. Da will ich eine Lotterie vonHandarbeiten für sie veranstalten, um doch wenigstenseinen lindernden Tropfen in den Ocean ihrer Leiden zuträufeln. Die Kinder helfen mir tüchtig arbeiten, auchliefern die hiesigen Damen hübsche Sachen und die Loose