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2 (1873)
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- i8 3 -aus dem Trauermarsch der Eroica, besonders diese Stelle

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zogen mich hinüber in bessere Welten; nur das unter-drückte Schluchzen der Anwesenden und meine eigenenheissen Thränen knüpften mich an die Gegenwart."

Um 9 Uhr 24 Minuten hauchte er mit einem tiefenSeufzer seine grosse Seele aus. Der Arzt brachte Cecilein ein anderes Zimmer und stand ihr in ihrem stummenSchmerz bei. Ich kniete vor dem Bette, begleitete dieSeele des Hingeschiedenen mit meinen Gebeten gen Him-mel und küsste die hohe Stirn, ehe sie im Todesschweisserkaltete. Noch mehrere Stunden bejammerten wir ge-meinschaftlich den unersetzlichen Verlust; dann zog sichJeder mit seinem Schmerz zurück. Seine Kinder warenum 9 Uhr zu Bette geschickt worden und schliefen schonsanft, als Gott ihren Vater zu sich rief. Alles, was dieBegräbnissfeier schauerlich Erhabenes mit sich bringenkann, wird den Gefühlen nicht gleich kommen, welcheich für meine übrige Lebenszeit in Erinnerung des uner-setzlichen Mannes, des geliebten Freundes mit mir tragenwerde." . . .

Die ganze Stadt trauerte, das Gewandhaus gab andiesem 4. November nicht wie gewöhnlich sein Concert;wer hätte auch hineingehen mögen? Die eine gesprungeneSaite hatte alle Seelen verstimmt! Moscheies wohnt inden nächsten Tagen den Conferenzen für eine Todtenfeierdes geliebten Freundes bei; er instrumentirt dessen eige-nes Lied ohne Worte in E-moll für die Gelegenheit. DieLeiche ward alsbald nach Berlin gebracht; die Todten-feier findet am 7. November in der Paulinerkirche statt.Es waren schwere Stunden, schmerzliche Wochen!

Die Berliner Staatszeitung bringt folgenden Bericht:Arn 6. November ward Mendelssohn's Leiche unter Be-