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dem man behauptet, er trinke, skisirte sich bei der Probe-prüfung; die schönen jungen Damen Hess ich zusammenCzerny's Stück für acht Hände in der Hauptprüfungspielen, aber sie hatten wieder weissgepuderte Gesichter,worüber die Deutschen zischelten. Miss F. zeichnete sichdurch ein enormes Haargebäude aus, und wodurch ausser-dem? Sie hatte ihre Musik vergessen! Mendelssohn, aussersich, fuhr sie Verdientermassen an: „Kleinigkeiten kannman vergessen, aber die Musik für eine öffentliche Pro-duction, das ist zu viel! Nun sitzt das Publikum undwartet, weil Sie Ihre-Musik vergessen haben" u. s. w.In diesem Dilemma holte ich mir den Stimmer aus seinerEcke hervor: „Stimmen Sie an beiden Ciavieren herumund hören Sie nicht eher auf, bis Sie sehen, dass der aus-gesandte Orchesterdiener die Musikpartie von Fräulein F.bringt." Er that es und die Pause war, wenn auch nicht ange-nehm, doch ohne Aufsehen ausgefüllt. Sie spielten nicht übelund wurden bewundert und beklatscht; wozu das hübscheGesichtchen der Miss J. vielleicht nicht wenig beitrug."
„Also der junge G. ist nach Paris gegangen, um re-publikanisch Clavierspielen zu lernen, und noch dazu vonChopin, der in seinen Mazurka's und Balladen die zer-knirschte Freiheit seiner Nation beweint! Im Ernst, mager ihm im Spiel manches Gute ablauschen, aber in derComposition beweist Chopin, dass er nur einzelne glück-liche Gedanken hat, die er aber nicht zu einem gerunde-ten Ganzen zu verarbeiten versteht. In der soeben heraus-gekommenen Sonate mit Violoncell finde ich oft Stellen,die mir klingen, als präludire Einer am Ciavier undklopfe an allen Tonarten an, um zu erfahren, ob irgendwo ein Wohlklang zu Hause ist."
Sodann: „Ich unterhielt mich mit David, indem wirHiller's sechs Etüden für Ciavier und Violine probirten.Sie sind, selbst als Salonstücke, recht pikant und effect-voll. Auch die Pensees fugitives von Ernst und Heller,spielten wir." Moscheies componirt Lieder ein- und vier-stimmig, unter den letzteren „Winternacht" und „Mai-feier" — unter den ersteren „Freie Kunst", „Die Ge-